23.08.2016, 11:39 Uhr

Asylunterkunft Siemensstraße bis 30. Juni 2017 verlängert

Die FPÖ rief am 18. April 2016 zu einer Kundgebung am Franz-Jonas-Platz auf. Unter anderem wurde gegen das Asylwerberheim in der Siemensstraße demonstriert.

Die Notunterkunft Siemensstraße wird zur Grundversorgungseinrichtung adaptiert. Die Kapazität wird von 490 auf 400 Personen reduziert. Derzeit wohnen 278 Asylwerber in der Unterkunft.

FLORIDSDORF. Geplant war es eigentlich bis 30. September. Das im Jänner 2016 als Notunterkunft eingerichtete Asylwerberheim in der Siemensstraße 89 soll nun bis Ende Juni 2017 verlängert werden. Derzeit sind 278 Personen darin untergebracht. Genau genommen handelt es sich in der Siemensstraße um zwei Einrichtungen: eine wird vom Arbeitersamariterbund betrieben, eine von der Caritas.

"Aus der Notunterkunft soll jetzt ein Grundversorgungsquartier werden", heißt es seitens des Fonds Soziales Wien (FSW). Wesentlicher Punkt: Die Kapazität werde reduziert. Das Notquartier war für 490 Personen ausgelegt. In der weiteren Nutzung sollen maximal 400 Personen untergebracht werden – vorwiegend Familien.


Kritik an der Entscheidung kommt naturgemäß von der Floridsdorfer FPÖ. "Als wir Floridsdorfer Freiheitliche davor gewarnt haben, dass dieses Quartier zu einer möglichen Dauerlösung werden könnte, wurden wir als Hetzer verleumdet. Nun haben sich unsere Befürchtungen bestätigt und die Floridsdorfer Bevölkerung wurde einmal mehr mit Halbwahrheiten abgespeist", so der Floridsdorfer FPÖ-Bezirksparteiobmann Wolfgang Irschik.

Von einer "Dauerlösung" will man jedoch seitens des FSW nichts wissen. Man habe nur gemäß den derzeitigen Notwendigkeiten gehandelt. Eigentümer der Liegenschaft ist die Siemens AG. Die habe akut keinen Bedarf für das Gebäude, weswegen der Vertrag für die Nutzung verlängert wurde. "Was darüber hinaus geschieht, kann man nicht sagen", sagt FSW-Pressesprecher Reinhard Krennhuber.

Hintergrund:

Bericht: Rückblick zur Asyl-Demo in Floridsdorf
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