25.08.2016, 10:04 Uhr

"Fliesi" will in Amerika aufs Podest fliegen

FREISTADT. Nach dem Sprung ist vor dem Sprung! Auf den frischgebackenen Staatsmeister im Speed-Skydiving, Thomas Christof, wartet schon die nächste große Herausforderung. Am Freitag, 9. September, hebt der 28-jährige Freistädter Richtung Chicago ab, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. "Ich bin nach meinem 500er in Wels total motiviert und möchte unbedingt aufs Treppchen", sagt Christof, den seine Freunde aufgrund seines erlernten Jobs nur "Fliesi" nennen.

Der 500er in Wels passierte am 19. August. "Fliesi" raste auf einer Messstrecke von tausend Metern mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 509 Kilometern pro Stunde der Erde zu. Damit stellte er einen neuen österreichischen Rekord auf und zählt zu einem von nur sieben Sportlern weltweit, denen das Kunststück gelang, die 500er Marke zu knacken.

Seinen ersten großen Auftritt in Chicago hat Christof am 12. September. Sechs Sprünge entscheiden darüber, ob er ins Semifinale der besten Zehn kommt. Schafft er diese Hürde, hat er einen weiteren Sprung, um das Finale der besten Fünf zu erreichen. Dort fällt dann die endgültige Entscheidung. Die größten Konkurrenten des sympathischen Freistädters kommen mit Michael Lovemore und Marco Wiederkehr aus England und der Schweiz. "An ihnen vorbeizukommen ist schwierig", sagt Christof. Aber dahinter scheint alles möglich. Der Speedskydiver aus dem Mühlviertel hofft auf gutes Wetter. "Am liebsten ist es mir, wenn es wolkenlos ist und ich den Boden sehe."


Das ist Speed-Skydiving

Der Springer verlässt beim Speed-Skydiving das Flugzeug in 4000 Metern über Grund, stellt sich auf den Kopf, legt die Hände an den Körper und zieht so der Erde entgegen. Dadurch nimmt er die extrem hohe Geschwindigkeit auf. In 2700 Metern beginnt die Messstrecke, sie endet in 1700 Metern. "Ein Sprung steht und fällt mit einem perfekten Exit aus dem Flugzeug", sagt Thomas Christof. "Man muss sich richtig hineinfallen lassen." Jede kleine Bewegung während des Fluges ist hinderlich für eine stabile Form, der optimale Winkel liegt laut Christof bei ca. 80 Grad.
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