30.06.2016, 07:44 Uhr

9000 Eier täglich in Breitensee

Robert und Tanja Kogelmann, Martina Diesner-Wais und Markus Wandl schau'n drauf, zu regionalen Produkten zu greifen.

Die Familie Kogelmann vermarktet ihre Freilandeier großteils regional und kauft selbst regional ein.

BREITENSEE (eju). 10.000 Hennen legen bei der Familie Tanja und Robert Kogelmann in Breitensee mehr oder weniger täglich ein Ei, im Schnitt sind das 9.000 Eier pro Tag. Die "Hühner-Bauern" vermarkten ihre Freilandeier großteils regional, beliefern aber auch Merkur und Billa.


Eier und Teigwaren

Aus den zu Beginn kleinen Eiern, die von jungen Hennen am Beginn ihrer Legeperiode gelegt werden, entstehen in Zusammenarbeit mit einer regionalen Firma zusätzlich hochwertige Teigwaren, die ebenfalls ab Hof verkauft werden. Die glücklichen Hühner der Rasse Loman brown classic dürfen täglich auf ausgedehnte Wiesen rund um die beiden Ställe scharren und picken gehen – ein Luxus, den viele andere Hühner in Österreich gerne hätten.


Hohe Lebensmittelsicherheit

"Das schmeckt man auch bei den Eiern", erklärt NR Martina Diesner-Wais, die seit langem eine treue Stammkundin der Kogelmanns ist.
Robert Kogelmann ist stolz: "Österreich hat im Tierschutzbereich einen der besten Standards weltweit. Das garantiert eine großartige Lebensmittelsicherheit für die Konsumenten. Seit 2014 gibt es eine Eierdatenbank. Jeder kann mit Hilfe des Codes am Ei nachsehen, woher das Ei gekommen ist."
Martina Diesner-Wais weist auf die aktuelle "Da schaun wir drauf"-Kampagne hin, die den Konsumenten dazu ermutigen soll, vermehrt regionale Produkte zu kaufen. Das helfe einerseits Arbeitsplätze in der Landwirtschaft nachhaltig abzusichern, andererseits garantiere es auch, dass die Landwirte auch weiterhin die so wichtige Pflege der Waldviertler Landschaft aufrechterhalten können.


Lokal kaufen ist wichtig

Robert Kogelmann: "Wir selbst schauen ebenfalls drauf, dass wir Investitionen so regional wie möglich tätigen, beispielsweise beim Stallbau." Das Futter für die konventionell gehaltenen Hühner werde zugekauft, denn das Hauptfutter sei Mais und Weizen und beides wachse in der Region nicht bzw. reife nicht aus.
"In NÖ gibt es 41.000 bäuerliche Betriebe. Die niedrigen Erzeugerpreise haben nachteilige Auswirkungen auf die Landwirte und auf die vor- und nachgelagerten Betriebe, wo rund 130.000 Arbeitsplätze gesichert sind", erklärt Bauernbund-Hauptbezirksobfrau Martina Diesner-Wais und Bezirksbauernkammer-Obmann Markus Wandl ergänzt: "Wichtig für alle ist, dass der Kunde im Regal zu einem österreichischen Produkt greift oder gleich vor Ort beim Bauern einkauft."
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