19.09.2016, 13:53 Uhr

Gmünd: Asylwerber verletzte Polizisten

Die Asylwerber waren jeweils mit zwei Messern bewaffnet. (Foto: Monkeybusiness/panthermedia.net, Symbolbild)

Bewaffnete Asylwerber brachen in Haus ein, flüchteten auf gestohlenen Rädern und kämpften mit Polizei.

GMÜND. Vergangenen Donnerstag kurz nach Mitternacht wurde von einem Hausbesitzer in Gmünd über Notruf angezeigt, dass bei seinem Wohnhaus soeben ein Einbruch stattfinde. Als die erste Polizeistreife beim Wohnhaus eintraf, waren die Täter bereits geflüchtet. Es wurde festgestellt, dass die Täter die Bewegungsmelder des mit einer Alarmanlage gesicherten Hauses außer Kraft gesetzt und versucht hatten, über die Terrassentür in das Objekt einzudringen.

Auf geklauten Rädern geflüchtet

Die Hausbesitzer berichteten den Polizisten, dass es sich um zwei Täter, welche mit Fahrrädern geflüchtet seien, handle. Einer der Einbrecher hatte sich offensichtlich beim Einschlagen der Terrassentür verletzt, worauf die vorhandenen Blutspuren hinwiesen. Es wurde sofort eine Fahndung mit mehreren Streifen im Stadtgebiet Gmünd veranlasst.


Massive Gegenwehr

Um 00:20 Uhr hielten die Beamten in der Bahnhofstraße zwei Radfahrer an, von denen einer ein blutverschmiertes T-Shirt trug und an der Hand blutete. Die beiden Männer, ein 26-jähriger marokkanischer Asylwerber aus Gmünd und ein 39-jähriger staatenloser Asylwerber aus Wien, leisteten bei der Festnahme heftigen Widerstand.


Asylwerber brach Polizist Hand

Den Polizisten gelang es nur unter Einsatz von Pfeffersprays und einsatzbezogener Körperkraft, den renitenten Asylwerbern Handfesseln anzulegen. Nach der ärztlichen Versorgung im Krankenhaus Gmünd wurden die beiden Täter auf der Polizeiinspektion Gmünd in die Arrestzelle gesperrt, wobei einer der beiden erneut massiv auf die Beamten losging und diesen auch Fußtritte versetzte.


Mit vier Messern bewaffnet

Einer der einschreitenden Beamten erlitt bei dem Angriff einen dreifachen Bruch des rechten Mittelhandknochens und wurde im Krankenhaus Gmünd behandelt. Bei der Durchsuchung wurden bei den Tätern zwei etwa 30 cm lange Küchenmesser mit fixer Klinge und zwei Klappmesser sichergestellt. Bei den Erhebungen stellte sich heraus, dass die Täter mit gestohlenen Fahrrädern unterwegs waren. Außerdem konnte ihnen ein PKW-Einbruch im Stadtgebiet von Gmünd nachgewiesen werden.
Die Täter werden bei der Staatsanwaltschaft Krems wegen Einbruchsdiebstahls, schwerer Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt angezeigt. Sie wurden inzwischen in die Justizanstalt Krems eingeliefert.


'Das sind Schwerverbrecher!'

Bezirkspolizei-Kommandant Wilfried Brocks zu dem dramatischen Vorfall: "Das ist kein dummer Buben-Streich mehr, das sind Schwerverbrecher, mit denen wir es hier zu tun hatten. Das ist eine für unsere Region durchaus Besorgnis erregende Entwicklung. Unsere Beamten waren mit einer massiven Gewalt ihnen gegenüber konfrontiert. Wer sich mit 30 Zentimeter langen Messern gegen Polizisten wendet, hat absolut tödliche Waffen in der Hand."


Dank den mutigen Beamten

Seinen Beamten, die bei der Festnahme der beiden Asylwerber einer hohen Gefahr durch deren Bewaffnung ausgesetzt gewesen sind, zollt der Polizeichef höchstes Lob: "Dank und Anerkennung den Kollegen für ihren hohen Grad an Einsatzbereitschaft. Sie müssen sich mit solchen Kriminellen einen Nahkampf liefern, damit alle anderen Bürger ruhig schlafen können."
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max moerzinger aus Gmünd | 19.09.2016 | 16:01   Melden
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Paulina Binder aus Horn | 21.09.2016 | 07:41   Melden
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Eva Jungmann aus Gmünd | 21.09.2016 | 10:32   Melden