16.03.2016, 00:00 Uhr

Holz ist unsere Berufung, die wir leben und lieben

Firmenchef Gerhard Faltheiner (re) mit Söhnen Christoph und Florian an der Kommandozentrale der CNC-Abbundanlage

Der heimische Rohstoff Holz wird in unserer Region in zahlreichen Fachbetrieben professionell verarbeitet.

HERMAGOR (jost). Wer mit offenen Augen im Gail-, Gitsch- und Lesachtal unterwegs ist, wird klar erkennen, dass in unserer Region auffallend viel mit Holz gebaut wird.
Holzhäuser, Dachstühle, Fassaden, Balkone, Wintergärten sowie landwirtschaftliche und gewerbliche Bauten lassen sich mit unserem heimischen Rohstoff sowohl traditionell als auch modern, jedenfalls optimal für die Menschen unserer Region, realisieren.
Aber auch für Böden sowie für tischlermässig gefertigte Möbel und Raumgestaltungen findet Holz seit eh und jeh im Alpenraum breite Verwendung. Wir haben uns umgesehen und drei kreative Betriebe gefunden:

Holzbau Faltheiner

Seit 1965 besteht der Kirchbacher Familienbetrieb, der alle anfallenden Zimmerer- und Holzbauarbeiten gekonnt umsetzt. Chef Gerhard, der heuer 50 wird, ist stolz auf sein zehnköpfiges Team, mit dem er für jedes Projekt seiner Kunden von der Planung über die Fertigung bis zur Lieferung und Montage alles erledigt.
Längst wird am Computer perfekt und anschaulich geplant; das ist die Arbeit von Sohn Christoph. Das naturgewachsene Kantholz findet zwar nach wie vor Verwendung, doch wird für sichtbarbleibende Holzkonstruktionen weitestgehend schon getrocknetes Konstruktionsvollholz, Leimholz sowie für Wände und Decken auch Brettsperrholz gewählt, das nicht mehr händisch zugeschnitten wird, sondern mittels CNC-Technologie. Damit wird höchste Präzision und optische Perfektion erreicht.
Gerhard Faltheiner: „Unsere Familie lebt Holz, denkt Holz und liebt Holz, Holz ist unsere Berufung. Es ist unsere Philosophie, qualitativ hochwertige Meister-Arbeit zu fairen Preisen zu bieten. Die Vorteile von Holzbauten liegen auf der Hand: unbegrenzte, individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, kurze Bauzeiten durch Vorfertigung, gesundes Raumklima und gute Wärmedämmung.“

Schabus Möbelbau

Am Standort in Leifling fertigt Schabus, anno 1931 gegründet, heute mit durchschnittlich 20 Mitarbeitern hochqualitative Möbel und Innenausbauten, sowohl für gewerbliche als auch für private Kunden. Hotels, Geschäftshäuser, Büros, Wohnhäuser, alles individuell „à la carte“, also keine Massenware. Besonders stolz sind Chef und Team auf die Tatsache, dass auch immerwieder Möbel- und Innenausbau-Spezialaufträge für den Yacht- und Schiffsbau in ihrer Werkstätte in Leifling gefertigt werden. Gerhard Schabus: „Das ist auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass wir schon lange, erfolgreiche Erfahrungen in der CAD/CNC-Technologie haben. Denn mit diesen Technologien ist es vollkommen egal, ob der Auftraggeber in Hamburg oder irgendwo in Amerika oder in den Emiraten sitzt. Wichtig ist lediglich, dass die Arbeitsvorbereitung verlässlich klappt und dass man termingerechte Facharbeiten abliefert...“

Möbel Zimmermann

Seit nunmehr 60 Jahren überzeugt Möbel Zimmermann aus Hermagor mit Qualität, Individualität und Verlässlichkeit. Letzten Herbst feierte die Unternehmerfamilie mit Kunden, Freunden, Nachbarn und den ca 20 Mitarbeitern ihr Jubiläum. Die Stärken des Unternehmens liegen in der Individualität, die jeden Kundenwunsch erfüllen kann.
Gerhard Zimmermann: „Einheimische Hölzer liegen immer hoch im Kurs. Zum Ersten verarbeiten wir unsere Produkte und die Wertschöpfung bleibt im Land. Zum Zweiten lieben die Kunden unsere Hölzer. Problemlos wird der Naturwerkstoff Holz mit all seinen kleinen Fehlern verarbeitet. Voll im Trend liegen Wildeiche, Kernbuche und Kernesche. Durch ihre natürliche Struktur verleihen sie dem Raum eine warme, heimelige Ausstrahlung.“

ProHolz Kärnten

Leopold Schnaubelt, Obmann von ProHolz Kärnten: „Holz ist unverzichtbar. Die großen ökologischen Vorteile in Verbindung mit neuen Verarbeitungstechniken machen Holz unverzichtbar für zukünftiges Bauen. Wollen wir die Klimaziele erreichen, kommen wir am Baustoff Holz nicht vorbei, das haben Experten weltweit schon lange erkannt. Zudem hat sich der Holzbau in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immens weiterentwickelt. Neue Technologien erlauben noch größer, höher und präziser zu planen und zu bauen.
Angesprochen auf Hochhäuser aus Holz, meint Schnaubelt: „Hier wäre ein echtes Leuchtturmprojekt das HoHo, ein Holz-Hybrid-Hochhaus in Wien Aspern, das heuer gebaut werden soll.“
Das weltweit höchste Wohngebäude aus Holz wird 24 Geschoße aufweisen. Rund um einen Stahlbeton-Erschliessungskern (Liftschächte mit Treppenhäusern) wird eine 84 m hohe modulare Holz-Konstruktion angeschlossen, bestehend aus Stützen, Unterzügen, Wand- und Deckenscheiben, das bedeutet etwa 3.600 m3 Konstruktionsholz.
Für die Tragwerksplanung zeichnet Richard Woschitz verantwortlich, Investor ist die Kerbler-Gruppe.

Zusammenfassung

Schnaubelt resümiert: „An unserem Rohstoff hängen zahlreiche Branchen und Betriebe und damit Tausende von Arbeitsplätzen, von der Forstwirtschaft über den Transport bis hin zu den Sägen, den holzverarbeitenden Betrieben sowie der Papierindustrie. Allein in der Forst- und Holzwirtschaft sind es österreichweit 300.000 Beschäftigte, die gemeinsam jährlich elf Milliarden Euro erwirtschaften. Zudem ist Holz ein wichtiges Exportgut und damit ein wesentlicher Faktor für unsere Handelsbilanz. Ohne Holz wäre unser Land um einiges ärmer“.
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