19.09.2016, 14:02 Uhr

So wird der Garten herbstfit

Martin Nentwich arbeitet mit seiner Frau Jutta zusammen. (Foto: privat)

Wir haben Gartenexperten Martin Nentwich in Weißenkirchen a.d. Perschling besucht und um Tipps gebeten.

WEISSENKIRCHEN. Martin Nentwich von "Die Gartenwerkstatt" hat uns verraten, was in den nächsten Monaten im Garten zu tun ist.

Vorbereitung fürs Frühjahr
Der Herbst ist laut Expertenmeinung die perfekte Zeit zum Pflanzen und Umpflanzen. "Die Pflanzen haben so bis zum nächsten Frühjahr Zeit, sich an ihrem neuen Standort zu akklimatisieren und werden im nächsten Frühling üppig austreiben", erklärt Martin Nentwich. Auch in Sachen Rasenpflege gibt es noch etwas zu tun: "Da es nicht mehr so heiß ist, kann der Rasen wieder auf die optimale Höhe von vier bis fünf Zentimeter gemäht werden. Je nach Zustand des Rasens kann man nochmals vertikutieren, düngen und nachsäen", schildert der Gartengestalter.

Erntezeit und Staudenschnitt
Die Erntezeit hat bereits begonnen. "Fallobst und andere reife Früchte sind zu entsorgen. Auf dem Boden liegend können sie nur verfaulen und ziehen dadurch auch Insekten und Pflanzenkrankheiten an", informiert der Weißenkirchner. Außerdem sollten laut Nentwich verwelkte Stauden zurück geschnitten werden, damit sie über den Winter nicht faulen. Wuchernde Sträucher und Gehölze werden (ausgenommen Frühjahrsblüher) bedeutend gekürzt, damit sie Licht, Luft und Form erhalten.

Rosige Zeiten
"Rosen können, sofern es keine strengen Fröste gibt, bis weit in den Winter blühen. Der Rosen-Herbstschnitt ist also erst nötig, wenn es richtig kalt wird. Das könnte im Oktober schon der Fall sein. Wenn nicht, beschränken Sie sich darauf, wie gewohnt nur die verblühten Rosen abzuschneiden", so der Tipp vom Gartenplaner. Gegebenenfalls kann die Veredelungsstelle der Rose mit Mulch angehäufelt werden, das wirkt als Isolation gegen Kälte.

Laub entsorgen
Im Herbst fällt viel Laub an, es sollte zumindest vom Rasen entfernt werden. "Bleibt es nämlich über den Winter dort liegen, verrottet der Rasen darunter. Ebenfalls sollte man die Oberseite von Hecken vom Laub befreien, um Fäulnisherde zu vermeiden und damit die Hecke gleichmäßig Licht bekommt und nicht unter den bedeckten Stellen verkümmert", erklärt Gartenexperte Nentwich. Größere Mengen Laub gehören auf den Kompost oder in die Biotonne.

Vorsorge und Schutz
Je nach Witterung muss die Bewässerungsanlage eingewintert werden. Kübelpflanzen an geschützte Stellen oder in Keller bzw. Garage stellen, eventuell mit Schutzflies einpacken. Teichpumpe ausbauen und sicher lagern. Bepflanzte Beete sollten mit Mulch oder Tannenreisig abgedeckt werden und Gemüsebeete umgegraben werden.

Nicht vergessen: Gießen
"Gießen auch im Winter nicht vergessen", betont Martin Nentwich. Immergrüne Pflanzen benötigen auch im Winter Wasser. "Die Kübelpflanzen im Keller dürfen auch nicht vergessen werden. Viele Gartenbesitzer denken ihre Kübelpflanzen wären über den Winter erfroren, nur sind die meisten vertrocknet", schildert der Experte.

Zur Sache
Im Herbst wird nicht nur gepflanzt und umgepflanzt, sondern auch die Blumenzwiebeln werden gesteckt solange der Boden nicht gefroren ist. Gemäht wird solange der Rasen wächst, das kann auch im Dezember sein, wenn es die Witterung zulässt.
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