09.05.2016, 15:28 Uhr

Steig ein: Mehr als die Hälfte pendelt

Züge, die auf sich warten lassen, und keine gute Öffi-Anbindung aus den Heimatgemeinden sprechen für das Pendeln per Auto.

Serie Teil 2: Arbeiterkammer NÖ-Studie zeigt, dass seit 2014 erstmals mehr als die Hälfte der NÖ-Arbeitnehmer pendelt.

BEZIRK (red). Die AKNÖ untersucht bereits seit 25 Jahren im Fünfjahresrhythmus die Entwicklung der Pendlerzahlen. Aktuell pendelt mehr als die Hälfte der berufstätigen Niederösterreicher in einen anderen Bezirk oder in ein anderes Bundesland zur Arbeit – doppelt so viele als bei der ersten Untersuchung. Nur ein Viertel findet einen Arbeitsplatz in der Wohngemeinde. Der Bezirk St. Pölten-Land verzeichnet das drittstärkste Wachstum punkto Einpendler von ganz Niederösterreich. Bei den Pendlern wird zwischen Auspendlern und Einpendlern unterschieden. Erstere gibt es im Bezirk 15.361 und bei Zweiteren 24.174 Personen.
Die Zahl der Arbeitsbevölkerung (61.618 Personen) steigt (12,9%) und die der wohnhaft Beschäftigten (4,3%) ebenfalls. Auch die Zahl der Auspendler (9,9%) schwillt überdurchschnittlich an. Dementsprechend viel Zeit verbringen wir daher laut aktueller Mediaanalyse täglich im Straßenverkehr: Unglaubliche 99 Minuten pro Tag sind es im Durchschnitt.

Pendlerprobleme
Wer pendelt, muss geduldig sein und kann von Problemen ein Lied singen. Herzogenburgs Bürgermeister Franz Zwicker ist ein Zugpendler. Bis zur Fahrplanumstellung im Dezember 2015 pendelte das Herzogenburger Stadtoberhaupt noch von Herzogenburg aus nach Wien. "Vor dem Fahrplanwechsel war die Verbindung super, man war in 38 Minuten am Westbahnhof", schildert Franz Zwicker. Nun müsse er aber mit dem Auto nach St.Pölten fahren, da die Verbindung Herzogenburg - St.Pölten nicht mehr nahtlos abgestimmt ist. Auch Johann Wildthan aus Nußdorf kennt diese Situation - lange Jahre ist er mit dem Zug gependelt, mittlerweile fährt er mit dem Auto nach Wien. "Von St.Pölten-Land aus ist das Pendeln mit dem Auto attraktiver", so Wildthan. Die Lage habe sich vor allem durch die Zentralisation am Hauptbahnhof Wien verschlechtert. "Ich habe mir das durchgerechnet, zeit- und kostentechnisch ist für mich das Auto besser", so Wildthan.

Zur Sache
Für die Pendler stehen im Land NÖ derzeit mehr als 36.000 Pkw- und 23.000 Zweirad-Stellplätze auf Park+Ride-Anlagen an Bahn- und Busbahnhöfen zur Verfügung. Nächste Woche testen wir für Sie, ob man von hier aus schneller mit dem Auto oder mit den Öffis nach Wien gelangt.

Gewinnspiel:

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Die Gewinnfrage 2 lautet: Wie viele Park+Ride Plätze (Pkw + Zweirad) gibt es aktuell in Niederösterreich?
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