09.03.2016, 08:00 Uhr

Schaf wurde Kehle durchtrennt

Der VGT veröffentlichte ein Video über die unsachgemäße Tötung eines Schafes, was zu einer Geldstrafe führte.Foto: VGT

Film im Internet zeigt, wie ein Schaf verblutet, dem die Kehle durchgeschnitten wurde. Tierschützer entsetzt.

BEZIRK (ae). Für Entsetzen unter Tierfreunden sorgte in den letzten Tagen ein Video, das im Bezirk Hollabrunn aufgenommen wurde, und das der Verein gegen Tierfabriken (VGT) ins Netz gestellt hatte. Es zeigt, wie ein Schaf minutenlang verblutet, bevor es endlich verendet.
Ganz so arg, wie es auch in Tageszeitungen dargestellt wurde, war die Sache allerdings nicht, wie Bezirkshauptmann Stefan Grusch den Bezirksblättern erzählte: „Es war ein krankes Tier, dass da schon im Sterben lag und die Besitzerin hat versucht, das Schaf zu töten, um es von seinem Leiden zu befreien, hat es aber falsch gemacht.“ Kurz darauf kam der verständigte Amtstierarzt, der zufällig in der Nähe war, dazu, und dann wurde das Schaf endlich erlöst. Die ganze Szene wurde von einem Unbekannten gefilmt und der VGT zur Verfügung gestellt.
Der VGT ist immer wieder in der Vergangenheit im Bezirk Hollabrunn in Sachen Tierschutz, Tierhaltung und Tierschlachtung aktiv geworden. Nicht nur, dass der EU-Schlachthof Gantner in Hollabrunn mehrfach wegen Tierquälerei angeprangert wurde, gab es auch eine Protestaktion gegen eine geplante Gatterjagd in Mailberg. Dabei kommt immer wieder „die versteckte Kamera“ zum Einsatz.
Im aktuellen Fall der „Notschlachtung“ eines Schafes gab es auch schon seitens der Bezirks-hauptmannschaft eine Stellungnahme: „Wir haben wegen des Vergehens gegen das Tierschutzgesetz bereits ermittelt und eine Strafe gegen die Schafzüchterin verhängt. Es ist in Österreich nämlich verboten, ein Tier bei Bewusstsein ausbluten zu lassen. Bei der sogenannten Schächtung, die von Juden und Muslimen praktiziert wird, darf das Tier nur dann ausbluten, wenn es vorher betäubt wurde“, so BH Stefan Grusch. Das aktive Vorgehen des VGT, vor allem im Bezirk Hollabrunn, deutet auf besonders aktive Mitglieder hin, die auf das oft unnötige Leid von Tieren hinweisen und präventiv wirken wollen.
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