08.06.2016, 08:30 Uhr

Auto gegen Zug: Ein Übungsszenario zeigt, wie gut unsere Einsatzkräfte kooperieren

(Foto: FF Krems / M. Wimmer)
"Auto gegen Zug" lautete die Annahme einer nicht alltäglichen Einsatzübung der Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Krems und der Feuerwache Stein am 2. Juni 2016. Auf einer unbeschrankten Eisenbahnkreuzung, die zwischen zwei Tunneln liegt, wurde - so das Übungsszenario - ein Pkw von einem Triebwagen der Wachaubahn erfasst. Dieser schleifte das Auto einige Meter mit, bis es mit der Hinterseite an das Tunnelportal krachte. Bei diesem Aufprall wurde das mit vier Personen besetzte Fahrzeug in der Mitte auseinander gerissen, wobei der vordere Teil durch das Schienenfahrzeug weiter in den Tunnel gedrückt wurde und die hintere Hälfte am Tunneleingang liegenblieb. Bei der sofort eingeleiteten Notbremsung des Triebwagens wurden mehrere der etwa 20 Reisenden in unterschiedlichem Grad verletzt.

Der Fahrzeugkommandant des ersteintreffenden Fahrzeugs - Pumpe Stein - erkundete die Lage, ließ die Einsatzstelle absichern und übernahm die Koordination der Besatzungen der kurz danach eintreffenden Fahrzeuge der Hauptwache. Des Weiteren wurde Kontakt zu den zuständigen Bahnbehörden aufgenommen. Die Mannschaft des zuerst eingetroffenen Hilfeleistungsfahrzeuges bereitete die Befreiung der beiden im hinteren Teil des Fahrzeuges eingeschlossenen Passagiere vor, während die Besatzung von Voraus Krems sich um die Rettung des Fahrers und der Beifahrerin des halbierten Pkw kümmerte. Die weiteren Einsatzkräfte, die die Einsatzstelle erreichten, sorgten für die Ausleuchtung und Belüftung des Tunnels und betreuten parallel zum Rettungsdienst die im Triebwagen befindlichen Patienten.

Die gehfähigen Bahnpassagiere wurden von den Feuerwehrkräften aus dem Tunnel geleitet und dem Rettungsdienst zur Kontrolle übergeben. Die schwerer verletzten Reisenden wurden nach Rücksprache mit dem Einsatzleiter der Rettungsorganisation liegend mittels Spineboard oder Korbschleiftrage gerettet. Erschwert wurden diese Rettungsmaßnahmen sowohl durch die räumlichen Gegebenheiten der Bahngarnitur als auch durch den schmalen Tunnel. Dennoch konnten zügig sämtliche Patienten ins Freie gebracht und dem Rettungsdienst übergeben werden.
Aus den beiden Pkw-Hälften musste jeweils ein Insasse mithilfe des hydraulischen Rettungsgeräts befreit werden. Auch diese Aufgabe konnte rasch gelöst und die Verletzten zum Sammelplatz der Rettung gebracht werden.
Nach etwa eineinhalb Stunden waren die Ziele der Übung erreicht, bei der die Zusammenarbeit mit den zuständigen Beschäftigten des Bahnunternehmens sowie mit dem Rettungsdienst geübt werden konnte.

Die Feuerwehr Krems bedankt sich bei der NÖVOG für die Möglichkeit, in ihrem Bereich die Übung ausrichten zu dürfen, und die ausgezeichnete Zusammenarbeit bei der Übungsausarbeitung und -durchführung. Großer Dank gilt auch den zahlreichen Übungsdarstellern - darunter zahlreiche Studierende der Danube Private University, der IMC-Fachhochschule und SchülerInnen der HLF Krems -, dem Roten Kreuz für das realistische Schminken der Übungsdarsteller und dem Stammpersonal der Feuerwehr Krems, das die Übung ausgearbeitet hat.

http://www.feuerwehr-krems.at
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