12.08.2016, 09:38 Uhr

Friedensfestival Kufstein 2016: Ein starkes Zeichen für den Frieden

"Mut zum Frieden" lässt Kufstein zur Friedensregion werden
Kufstein: Kufstein |

Ganz nach dem Motto „Stell dir vor, es ist Frieden und alle gehen hin!“ lädt der frisch gegründete Friedenskulturverein „Mut zum Frieden“ im September in diesem Rahmen zu mehreren ambitionierten Veranstaltungen ein. „Mit unserem Festival möchten wir das Thema Frieden in das Bewusstsein und in die Herzen der Bevölkerung bringen, basierend auf Respekt, Gewaltlosigkeit und Freiheit“, erklärt Vereinsgründer Harald Rella.


Das Festival versteht sich als grenzüberschreitende Aktion für Menschen aller Konfessionen, Generationen und Kulturen sowie als Ort des Teilens, des Austausches und der respektvollen Begegnung, bei dem niemand zum Konsumieren angehalten wird. Passend zum 85jährigen Jubiläum der Kufsteiner Heldenorgel, die mittags ihre Friedensbotschaft lautstark ins Umland hinausträgt, dreht sich beim Friedensfestival vom 9. bis 21. September naturgemäß alles um das achtsame und liebevolle Miteinander.

Programm für den Frieden


Den Anfang macht der bekannte Liedermacher Roger Stein, der am Freitag, dem 9. September, ab 20 Uhr in der Arche Noe sein extra für diesen Anlass konzipiertes Programm „Freilandherz Frieden-Special“ zum Besten geben wird. Mit dabei ist auch das Stadttheater Kufstein am Samstag, dem 17. September, um 20 Uhr in der Musikschule Kufstein. Die Mitwirkenden werden dabei einen abwechslungsreichen Abend mit musikalischen, literarischen und theatralischen Beiträgen gestalten, klarerweise dem Leitgedanken „Stimmen für den Frieden“ folgend. Am Mittwoch, dem 21. September, laden Frau Wolle und Richard Hiebinger im Kaiserturm der Festung unter dem Thema „König Lichterloh“ zu einem zauberhaften Märchenabend zu Sphärenklängen am Weltfriedenstag. Diese Veranstaltung ist übrigens die einzige, bei der Eintritt verlangt wird.

„Grenzenloses Friedensfest“ eint und verbindet


Großartiger Höhepunkt des Friedenfestivals aber wird das „Grenzenlose Friedensfest“ unter Einbindung des Jubiläums: 85 Jahre Heldenorgel – Botschafterin des Friedens am Sonntag, dem 18. September. Es beginnt bereits um 7.07 Uhr mit einer Friedensmeditation mit Harald Löffel, um 9.09 Uhr erfolgt die Pflanzung der Friedenslinde am Roveretoplatz und ab 10.10 Uhr sind alle zu einer Friedenstafel zu den Klängen der Big Band der Landesmusikschule Kufstein eingeladen. „Es stehen am Sonntag einfache Speisen und Getränke in begrenztem Maße zur Verfügung. Es wird nichts verkauft. Wir wünschen uns, dass möglichst viele Gäste Speisen und Getränke mitbringen, für sich selbst und zum Teilen oder Austauschen mit anderen. Das funktioniert an vielen Orten sehr gut, wie wir beim Lokalaugenschein beim Hohen Friedensfest in Augsburg feststellen konnten“, gibt Vereinsgründer Harald Rella zu verstehen. Nach der musikalischen Friedensbotschaft der Heldenorgel findet nach 12 Uhr eine Friedensandacht für Menschen jeden Glaubens und jeder Weltanschauung am Vorplatz der Stadtpfarrkirche statt. Ein bunter Reigen verschiedenster Aktivitäten – von Tanzvorführungen (Judo-Club, Jugendgruppe der D´Koasara), musikalischen Beiträgen verschiedener Ensembles und einem umfangreichen Kinderprogramm bis hin zum Start von Friedens-Luftballonen – macht das Festival ab 14 Uhr zum erklärten Anziehungspunkt für Familien. Ab 16 Uhr steht das Singen im Mittelpunkt. Alle Solo-, Chor- und Gernsänger/innen treffen sich in der Stadtpfarrkirche zum „Miteinander Singen für den Frieden“, das von Chorleiter Martin Spöck in Form eines offenen Workshops (ohne Vorkenntnisse) mit Unterstützung der Trommelgruppe Hakuna Matata gestaltet wird. Ab 18 Uhr können alle Gäste dem großen Friedenskonzert am Unteren Stadtplatz lauschen, bei allen Liedern ist das Mitsingen ausdrücklich erwünscht. Die Stadtmusikkapelle Kufstein, die Knappen-Musikkapelle Bad Häring sowie ein großer Chor (bestehend aus dem Gospelchor Wildschönau, Abordnungen verschiedenster Chöre und Ensembles aus Kufstein und Umgebung sowie Mitsängern/innen aus dem Publikum) geben sich dabei ein festlich-musikalisches Stelldichein, das schließlich in der Ode „An die Freude“ von L. v. Beethoven gipfelt. Mit der afro-kolumbianischen Tanzshow des Duos Kava-Kava klingt das Fest ab 19.30 Uhr aus.

Nach dem Fest


Der Verein „Mut zum Frieden“ setzt in seiner Arbeit auf Freiwilligkeit und die Bereitschaft, dieses so wichtige Anliegen zu leben und weiterzutragen. Mit dem klaren Bekenntnis zum Frieden wird das Spektrum der Aktivitäten für eine lebens- und liebenswerte Region Kufstein ergänzt und erweitert. Vereinsinitiator Harald Rella zu der Zeit nach dem Festival: „Wir sehen uns eher als Bewegung, denn als Verein. Alle können mitmachen, auch ohne Mitglied zu werden. Die freiwilligen Friedensbeiträge, die wir im Rahmen des Festivals erhalten, sehen wir als Wertschätzung für unseren Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft. Sie werden zur Gänze im Sinne unserer Vereinsziele eingesetzt, um Friedensbewusstsein zu wecken, zu einer umfassenden Friedenskultur beizutragen und eine grenzenlose Friedensregion Kufstein zu schaffen!“
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