28.09.2016, 14:55 Uhr

LR Dunst: „Wir wollen Tiere vor den Menschen schützen“

Mischlingsrüde „Houdini“ stand beim Foto mit LR Verena Dunst und Landes-Veterinärdirektor Robert Fink eindeutig im Mittelpunkt.

Burgenländisches Tierschutzgesetz geplant, Grüne vermissen den Tierschutz im Jagdgesetz

EISENSTADT (uch). Den Welttierschutztag am 4. Oktober nahm LR Verena Dunst zum Anlass, über ihre Pläne im Bereich des Tierschutzes zu berichten.
„Wir haben im Burgenland kein eigenes Tierschutz- und Tierhaltegesetz. Das wollen wir nun angehen“, so Dunst – und ergänzt: „Das wird sicher lustiger, als die Verhandlungen zum Jagdgesetz.“
Derzeit sind die Rechte von Tieren sowie die Pflichten für Tierhalter im Landespolizeistrafgesetz geregelt. Das soll sich ändern. „Die Ziel ist vor allem, die Tiere vor den Menschen zu schützen“, sagte Dunst.

Strenge Gesetze in Wien und Niederösterreich

Landes-Veterinärdirektor Robert Fink wies darauf hin, dass in Niederösterreich und Wien strengere Gesetze gelten und etwa Echsen, Spinnen, Schlangen oder andere gefährliche Tiere nicht erlaubt sind. „Deshalb weichen Tierhalter ins Burgenland aus“, so Fink.

Tierschutzpreis für Nutztiere

Heuer soll es außerdem erstmals einen Tierschutzpreis für landwirtschaftliche Nutztiere geben. Im Mittelpunkt stehen dabei Milchkuhbetriebe. Kriterien für den Preis sind neben der artgerechten Haltung auch die Lebensleistung und die Lebensdauer.

Grüne: „Wollen Tierschutz im Jagdgesetz“

Die Pressekonferenz von LR Dunst nutzten Burgenlands Grüne, um auf „Schwachpunkte“ im neuen Jagdgesetz hinzuweisen. „Landesrätin Dunst hat im Entwurf zum neuen Jagdgesetz auf den Tierschutz vergessen“, meinte der Grüne Landtagsabgordnete Wolfgang Spitzmüller. Seine Kritik richtet sich vor allem an den Bestimmungen rund um die Gatterjagd, die weiterhin erlaubt werden soll.
LR Dunst versprach, noch der vor der Beschlussfassung des Jagdgesetzes, auf die Grünen „zuzugehen“, und ihnen die Möglichkeit zu bieten, „sich einzubringen.“
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