05.07.2016, 17:26 Uhr

Bund und Länder fixieren Frostentschädigungen für Bauern

Obstbau, Landwirtschaft und Weinbau wurden Ende April schwer in Mitleidenschaft gezogen. (Foto: Hans Josef Lendl)
Bund und Länder haben sich auf einen Modus zur Refundierung der schweren Schäden geeinigt, der der Frost Ende April in der Landwirtschaft angerichtet hat. Ein Sonderkatastrophenfonds wird mit 100 Millionen Euro dotiert, der zu je 50 Prozent von Bund und Länden finanziert wird. Aus seinen Mitteln können existenzbedrohte Betriebe entschädigt werden.

Der Topf ergänzt den Fonds für nicht versicherbare Kulturen wie etwa Steinobst, der zu 60 bzw. 40 % durch Bund und Länder finanziert wird, und den Zuschuss zur Hagelversicherung mit jeweils 25 % durch Bund und Länder.

"Förderansuchen müssen bis 15. September 2016 bei der Landwirtschaftskammer gestellt werden", informiert Agrarlandesrätin Verena Dunst.

Höhe variabel

Wie viel jeder Landwirt bekommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Besonders wichtig sind dabei die trotz Frost noch zu erzielende Erntemenge und der daraus resultierende tatsächliche Schaden.

Dieser Schaden kann im Weinbau erst mit der Erntemeldung bis spätestens 15.11.2016 feststehen. "Im Obstbau sind im Burgenland bereits seit Mai Schätzungskommissionen unterwegs, um die Schäden zu erheben, da es hier keine Erntemeldung wie im Weinbau gibt", berichtet Dunst.

Im Obstbau werde die vollständige Hilfeleistung bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Im Weinbau werde es wegen der späteren Erntemeldung bis Februar oder März 2017 zu den Auszahlungen kommen, sagte Dunst.
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