04.05.2016, 08:40 Uhr

Interreg-Rat Terra Raetica: Übergabe der IR-Präsidentschaft von Tirol an Graubünden

Emil Müller (CH), Markus Maaß (AT) und Andreas Tappeiner (ITA). (Foto: RegioL)

Der Interreg-Rat Terra Raetica im Grenzgebiet Italien-Schweiz-Österreich kümmert sich v.a. um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im 3-Ländereck Italien-Schweiz-Österreich.

BEZIRK LANDECK. Ideen, Projekte und Maßnahmen aus den Bereichen Natur-, Kultur- und Wirtschaft grenzübergreifend zu verbinden und weiterzuentwickeln – das ist das Ziel des Interreg-Rates, der sich aus lokalen Akteuren der Bezirke Landeck und Imst in Tirol, dem Vinschgau in Südtirol und aus der Nationalparkregion Engadin in der Schweiz zusammensetzt.
Das Motto lautet: Drei Regionen – ein Ziel. Schweiz, Italien rücken wieder näher zusammen. Am 19.12.2007 haben die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol und der Graubünder Regierungsrat in einem feierlichen Akt die Gründung des Interreg-Rates Terra Raetica beschlossen.
Bei einem Treffen zwischen den Regierungen Graubünden/Tirol und Südtirol in Scuol im Frühjahr 2015 mit Unterfertigung einer gemeinsamen CLLD-Strategie wurde die weitere grenzüberschreitende Zusammenarbeit neuerlich besiegelt.
Im Interreg-Rat Terra Raetica erfolgte nun die Übergabe der IR-Präsidentschaft für die nächsten zwei Jahre von Markus Maaß (AT) an Emil Müller (CH).

Grenzüberschreitende Kooperation

Die Zielsetzung ist weiterhin verstärkte grenzüberschreitende Kooperation mit einem einzigen gemeinsamen Management durch den Interreg-Rat und mit einer stärkeren Verzahnung der Interreg-Projekte zwischen den beteiligten Regionen bzw. Ländern.
Auf der Plattform Terra Raetica (Regionen Engadina Bassa Val Müstair-Vinschgau-Landeck-Imst) werden Projekte im Grenzraum im Rahmen des Interreg Programms Österreich-Italien und Italien-Schweiz vorbesprochen und Kleinprojekte sowie seit der neuen Förderperiode auch Mittelprojekte direkt genehmigt.
Im Interreg-Rat Terra Raetica treffen sich zwei Mal im Jahr die Regionalmanagements der drei Regionen, um grenzüberschreitende Projekte zu besprechen. Unterstützt werden sie von den zuständigen Landesvertretern. Ergänzt wird die Runde durch den Bezirkshauptmann, den Bezirkspräsidenten, den Regionspräsidenten und die Grenzbürgermeister aus dem 3-Ländereck Italien-Schweiz-Österreich.
104 Projekte (41 Großprojekte und 63 Kleinprojekte) wurden während der letzten EU-Förderperiode im Interreg-Rat besprochen und umgesetzt.
„Gerade in Zeiten wo wieder Grenzkontrollen am Reschen angedacht werden, werden wir im Interreg-Rat Terra Raetica in gewohnter Weise zusammenarbeiten und gemeinsame, grenzüberschreitende Projekte auf den Weg bringen“, erklären der scheidende IR-Rats-Präsident Markus Maaß gemeinsam mit dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Vinschgau, Bgm. Andreas Tappeiner.
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