14.03.2016, 12:03 Uhr

"ZiarmRocker"-Ski: Skispaß made in Ladis

Der "ZiarmRocker" aus Ladis, Sebastian Strobl, produziert pro Jahr 18 Paar seiner exklusiven Skier.

Hightech und Tradition verbindet der Tiroler Sebastian Strobl bei der Herstellung seiner handgefertigten Ski.

LADIS (joli). Sebastian Strobl ist der "ZiarmRocker" von Ladis. Hinter seinem Firmennamen steckt eine starke Idee mit viel Know-How, Liebe zum Detail und Spaß an der Arbeit. Seit 2010 entwickelt und produziert der 30-jährige Tiroler exklusive handgemachte Ski aus Zirbenholz in seiner Werkstatt in Ladis.
Doch kurz zurück zum Anfang: Begonnen hat alles mit einer Lehre zum Einzelhandelskaufmann bevor er 2004 in der Schweiz (Firma Stöckli) eine weitere Lehre als Skibauer absolvierte. Danach arbeitete er bei der Firm Strolz (Herstellung von Maßskischuhen) in Lech am Arlberg.
Erst 2010 führte ihn sein Weg zurück in die Heimat – nach Ladis – wo er begann seine eigenen Ski zu entwickeln. Er wagte sich an die Herausforderung: "Kann ich mit den Mitteln die ich in Ladis habe, selbst einen Ski bauen?"
Bei der Herstellung seiner "ZiarmRocker" zeigt sich Sebastian Strobl heimatverbunden: "Ich versuche alle Materialien regional zu bekommen."
Für seine Ski wollte der Tiroler auf Esche und Buche setzte, doch sein Vater, der einen eigenen Schnitzereibetrieb führte, brachte ihn auf den Gedanken mit Zirbe zu arbeiten. Gesagt getan: Zirbenholz hatte sein Vater noch genügend auf Lager und Sebastian machte sich ans Werk.
Seine Idee war es einen handgefertigten Ski mit computerunterstützter millimetergenauer Technik und edelsten Materialien zu konstruieren.
Der Name für sein kleines Handwerksunternehmen war nun schnell gefunden: "ZiarmRocker" – abgeleitet aus dem verwendeten Material Zirbe (Mundart "Ziarm") und der im Profiskisport bekannten „Rocker-Shape-Form“, bei der die Ski-Enden vorne und hinten abgerundet und nach oben gebogen sind.

Hoher Qualitätsanspruch

Erst mit seinem Ski "Nr. 7" war der junge "ZiarmRocker" nach zahlreichen Entwicklungsphasen zufrieden und tüftelte ein weiteres Jahr (bis 2012) an seinem einzigartigen Produkt weiter.
Auch das von ihm verwendete Material bewies seine Vorteile: "Anfangs dachte ich, dass Zirbe für einen Ski viel zu teuer sei. Doch ihre extreme Biegsamkeit und das geringe Gewicht überzeugten."
Als Kernmaterial setzt der Skibauer auf Zirbe in Kombination mit Esche oder Eiche. Auch Kautschuk und Aluminium kommen zum Einsatz.
"Einen industriell gefertigten Ski kann man heute komplett aus Kunststoff herstellen, doch ohne Aluminum ist es fast nicht möglich einen High-End-Ski selbst zu bauen. Die bessere Vorspannung des Holzes macht meinen Ski langlebiger", so der "Ziarmrocker".

Handgefertigte Unikate

30 Arbeitsstunden und viel Herzblut investiert Sebastian Strobl pro Skipaar und fertigt in einem Jahr 18 Paar. "Meine Kunden wissen Handwerk zu schätzen und setzen auf Regionalität", so der "ZiarmRocker", der seine maßgeschneiderten Ski hauptsächlich im Sommer herstellt.
Trotz großer Nachfrage kommt für den Tiroler keine Serienproduktion in Frage: „Ich baue Ski weil ich Spaß an der Sache habe – Es ist meine Leidenschaft. Doch Freizeit, um in die Berge zu gehen, ist mir viel wert.“
Seine Ski-Modelle werden auf Größe, Gewicht und fahrerisches Können abgestimmt und sind ab 1.600 Euro (ohne Bindung) auf Vorbestellung erhältlich.
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