13.03.2016, 14:50 Uhr

Direkte Hilfe vor der Armutsfalle

Der Mobile Sozialmarkt des Roten Kreuzes ist für einkommensschwächere Mitmenschen oftmals eine Rettungsinsel. (Foto: Rotes Kreuz)

Aktuell nehmen im Bezirk Linz-Land 307 Personen den Sozialmarkt des Roten Kreuzes in Anspruch.

BEZIRK (nikl). „Das positive Feedback und das Glänzen in den Augen der alten Leute sind mein Lohn und Antrieb“, sagt Erich Nömayr. Der 62-jährige Neuhofner engagiert sich bereits seit neun Jahren beim Roten Kreuz und war im Bereich der Mobilen Sozialmärkte des Roten Kreuzes Linz-Land ein Mann der ersten Stunde. Seit 2011 ist Nömayr ehrenamtlich als Fahrer des Mobilen Sozialmarkts im Bezirk Linz-Land im Einsatz: „So ein 'Arbeitstag' nimmt auch gleich mal fünf bis sechs Stunden in Anspruch." Bei seinen Touren lernt er viele Menschen und deren oftmals sehr bewegende Schicksale kennen: „Viele unserer Kunden sind ältere Leute, die haben oft nur die Mindestpension und müssen so knapp über die Runden kommen. Da kann das Rote Kreuz mit einer günstigen Einkaufsmöglichkeit den Einkommensschwächeren unter die Arme greifen“, sagt Nömayr.

Rotes Kreuz im Einsatz

„Armut ist auch in unserem Land präsent. Sie stigmatisiert Menschen und beschämt sie, wenn am Ende des Geldes noch Monatstage übrig bleiben. Das Rote Kreuz mit seinen Sozialmärkten bietet wirkungsvolle Hilfe und würdevollen Schutz", bekräftigt Paul Reinthaler, Bezirksgeschäftsführer des Roten Kreuzes Linz-Land, den Einsatz der Blaulichtorganisation. Das Rote Kreuz deckt den Bezirk mit einem Mobilen Sozialmarkt, MobiSom, der die Gemeinden Hörsching, Kirchberg-Thening, Kronstorf, Oftering, St. Florian und Hofkirchen anfährt, und einem stationären Markt in Leonding ab. Ohne das Engagement von Freiwilligen ginge es nicht: 87 Mitarbeiter, besonders Männer im Pensionsalter, leisteten 2015 insgesamt 8.193 Stunden im Bereich der Sozialmärkte in Linz-Land.

Ansfelden und Coop helfen

Um die Armut in der Gemeinde zu lindern, bietet Ansfelden seit Mai 2009 in Kooperation mit dem Sozialmarkt Linz einen Mobilen Sozialmarkt an. Hier darf man sich ab einer bestimmten Einkommensgrenze günstig mit Lebensmitteln versorgen. Einkaufen dürfen: ein Erwachsener mit einem Kind bis zu einem Nettohaushaltseinkommen von 1.005 Euro. Bei einem Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern darf das Nettoeinkommen 1.570 Euro nicht übersteigen. Dem Beispiel der sozialen Unterstützung folgte man auch in Traun. Dort hat sich 2009 der Verein Coop-Hilfe gegründet. Dieser eröffnete einen stationären Sozialmarkt.

Sozialmärkte Linz-Land:


Mobile Sozialmärkte:
St. Florian: jeden Dienstag von 13 bis 14 Uhr im Stifts-
maierhof
Oftering: jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat von 12.15 bis 13.15 Uhr beim Bauhof-Parkplatz
Kronstorf: jeden 2. und 4. Dienstag von 11.15 bis 12.15 Uhr beim Feuerwehr-Parkplatz
Hofkirchen: jeden 3. Dienstag im Monat von 11.30 bis 12.30 Uhr am Pfarramts-Parkplatz
Hörsching: jeden Donnerstag von 11 bis 12 Uhr am Gemeindeplatz
Kirchberg-Thening: jeden 1. Donnerstag im Monat von 12.15 bis 13.15 Uhr beim Feuerwehrparkplatz

Stationärer Markt: Welserstraße 7, 4060 Leonding,
Dienstag: 9 bis 12 Uhr und Donnerstag: 15 bis 18 Uhr
Ansfelden: Mobiler Sozialmarkt, an einem Nachmittag pro Woche an vier Standorten
Traun: Coop-Markt: Georg-Grinninger-Straße 46
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