06.04.2016, 10:41 Uhr

Stippvisite bei der Bezirkshauptfrau

Bezirkshauptfrau Michaela Rohrmoser (l.) im lockeren Gespräch mit Heidi Fuchs, GF Lungauer Frauen Netzwerk. (Foto: Stefanie Weirer)

Die letzte Gastgeberin von "Blickpunkt:Frau" war Bezirkshauptfrau Michaela Rohrmoser.

TAMSWEG, LUNGAU (pjw). "Blickpunkt:Frau" ist eine Veranstaltungsreihe des "Lungauer Frauen Netzwerks", bei der Frauen Frauen am Arbeitsplatz besuchen, um Einblick in deren Arbeitswelt zu erhalten. Am 22. März war Bezirkshauptfrau Michaela Rohrmoser Gastgeberin von "Blickpunkt:Frau".

"Kein Tag ist wie der andere"

Michaela Rohrmoser ist seit knapp einem Jahr in ihrem Amt und verantwortlich für 58 Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter. „Kein Tag ist wie der andere, und ich lege schon ein ordentliches Tempo vor, vielleicht bringe ich auch so manche Unruhe mit“, wird Rohrmoser in der Presseaussendung des Lungauer Frauennetzwerkes zitiert, „aber das Ziel muss du vor Augen haben und ständig gute und rasche Lösungen finden. Das ist sehr spannend und abwechslungsreich. Das gefällt mir, sonst würde ich es nicht machen". Zu ihrem Arbeitsstil erzählte sie bei Blickpunkt:Frau: „Was ich nicht mache ist, bei jedem Festl und Vereinsgeschehen dabei zu sein, und die Leute verstehen das. Außerdem mische ich mich nicht in die Politik ein. Ich bin bestrebt jeden Sachverhalt objektiv zu prüfen und im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten jeder Bürgerin und jedem Bürger Hilfestellung zu geben!“

Auszug aus Rohrmosers Wirken

Wie das Lungauer Frauen Netzwerk in seiner Aussendung schildert, setze sich Rohrmoser inhaltlich für neue Arbeitsplätze in der Region und transparente Abläufe innerhalb des Amtes ein. Derzeit entwickle Rohrmoser ein internes Controllingsystem, ein internes Organisations-Handbuch für alle BHs, damit gewisse Abläufe in den Ämtern überregional standardisiert ablaufen und damit gut vergleichbar seien, um eine optimale Auslastung zu erwirken.
Zudem bemühe sich die Bezirkshauptfrau des Lungaus, dass die Straf-Verfahren für ausländische Schnellfahrer im Lungau abgewickelt werden. „Da war alles Rechtliche aufzubereiten und auch Softwarelösungen waren zu entwickeln“, erzählt Rohrmoser in der Frauennetzwerk-Pressemitteilung, mittlerweile sei dies alles ausgezeichnet umgesetzt.

Potenzial in der Biosphäre

Viel Potential sehe die Bezirkshauptfrau laut der Aussendung des Frauennetzwerkes in der Biosphäre. Sie wünsche sich ein klares Ziel und eine Vision, wo der Lungau in 20 Jahren stehen solle. Rohrmoser: „Da gibt es viel Potential, der Rahmen Biosphäre ist eine echte Chance für gute Produkte, und wenn der Lungau in die 'Best-of-Austria'-Riege einzieht, erhält er das weitere Marketing gratis dazu."

"Mag den Lungau total gern"

Auf die Frage einer Teilnehmerin, wie sie im Lungau aufgenommen wurde, antwortet Rohrmoser gelassen: „Ich mag den Lungau total gern, allein schon die Sprachmelodie. Anfangs sind die LungauerInnen etwas skeptischer, doch nach dem Gewinn der Herzen sehr offen und begeisterungsfähig! Ich hatte bisher noch kein negatives Erlebnis."

Eine Frau im Chefsessel?

Eine weitere Frage war, wie die Reaktionen seien, dass eine Frau im Chefsessel sitzt: „Das ist kein Problem. Ich bin ein offener Typ, fachlich gut, und Humor hab ich auch. Ich will und brauche die Männer nicht dominieren, ich setze auf Zusammenarbeit!“
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