17.03.2016, 09:02 Uhr

Was die Heustadel erzählen

Ein Beispiel für Heustadel-Aufbauten in Hanglage – aus dem Großarltal. (Foto: Mooslechner)
Die häufigsten Holzbauten, die uns im Alltag begegnen sind die Heustadel. Auch im Pongau sind diese Stadel, die zur Zwischenlagerung von Heu dienen, landschaftstypisch. "Schon seit der Erschließung der Alpentäler ab dem 11. Jahrhundert gibt es Heustadel bei uns", weiß der St. Veiter Walter Mooslechner, Autor des Buches "Winterholz". Durch die Umstellung in der Landwirtschaft sind die Heustadel heute teilweise überflüssig geworden, weshalb viele verfallen.

Minderwertiges Holz

"Heustadel geben nicht nur Zeugnis von bäuerlicher Arbeitsablauf, sondern zeigen auch die vielseitige Verwendung des Baustoffes Holz", weiß Mooslechner. "für den luftigen Blockbau genügte minderwertiges Holz. Auch dürres, astiges oder drehwüchsiges Holz aus Durchforstungen und Waldsäuberungen eignete sich zum Aufbau eines Stadels."

Kein Legschindeldach mehr

Die Dacheindeckung hat sich grundlegend geändert. Zahlreiche neuer Stadel wurden nicht mit der traditionellen Blockbauweise, sondern mittels Bundwerk und Bretterverschlag errichtet. Über Jahrhunderte war das Legschindeldach dafür gebräuchlich.
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