06.06.2016, 14:49 Uhr

Melks Parkplätze als Autofreie Zone

Gähnende Leere herrscht nicht nur Freitagnachmittag auf diesen Parkplätzen, auch sonst sind sie rar besetzt. (Foto: Christian Trinkl)

Leere Parkplätze sorgen auf Facebook für eine heftige Diskussion über die Gebühren in der Bezirkshauptstadt.

MELK. Vor drei Wochen wurde die neue Parkraumbewirtschaftung in Melk beschlossen und der Erfolg ist – ähm – eher bescheiden. Zwei Fotos der leeren Parkplätze in der Abbé Stadler Gasse sorgten am Wochenende jedenfalls für viel Gesprächsstoff auf unserer Facebook-Seite.

20.382 Aufrufe in drei Tagen

Innerhalb von nur drei Tagen wurden die beiden Facebook-Fotos 114 Mal geteilt, es gab 20.382 Aufrufe und über 70 Kommentare (Stand Montag 9 Uhr). Es ist also ein Thema, das die Melker bewegt – und aufregt.

Erstaunte Ausrufe

Von erstaunten Ausrufen wie "WOW... soooo viele Plätze warn nu nieeee frei!!!" von Doris Mayer bis hin zu kritischen Kommentaren, wie etwa von Patricia Fraunbaum – "Dank der unnötigen Parkgebühren ist es als Pendler noch schwieriger auf der bereits zuvor überfüllten P&R am Bahnhof einen Parkplatz zu bekommen. Sehr unüberlegte Aktion, diese Gebühren!" – ist alles zu finden. "Natürlich gibt es bei diesem Thema ein Für und Wider, aber wir haben mit der höhere Fluktation in der Innenstadt eines unserer Hauptziele erreicht", zieht Vize-Bürgermeister Wolfgang Kaufmann bei diesem heißen Thema Bilanz.

Doch es gibt nicht nur Gegenstimmen: "Wenn man nun etwas zu erledigen hat, bekommt man endlich einen Parkplatz. Früher wurde dieser von vielen Leuten die in Melk arbeiten, den ganzen Tag verstellt. Die Gebühr ist für jeden erschwinglich", betont etwa Herbert Hofbauer. Auf meinbezirk.at/melk gab Regionaut Josef Draxler noch seinen Senf zum Thema dazu: "So sans halt, die Leut. Wenns drum geht, a tolles Auto zu kaufen, is nix zu teuer. Aber nachher, bei den alltäglichen Kosten – wie auch Gebühren fürs Parken in der Innenstadt – da fang ma an zu sparen." Und Erwin Wieseneder schreibt resigniert: "Ich wohne zwar nicht mehr in Melk, aber bin dort geboren und wenn ich mir alles so anschau was da passiert in letzter Zeit, mach ich mir echt Sorgen um meine Heimatstadt."
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