10.10.2016, 11:36 Uhr

Beim Blackout ist Nachbarschaftshilfe gefragt

Bürgermeister Adolf Viktorik, Rot Kreuz Vertreter Daniel Jörgensen, Kontrollinspektor Albert Czezatke und und FF Kommandant Harald Berger machen sich für Kreuzstettens Notversorgung Gedanken.

NÖ Zivilschutzverband: Ein Blackout ist ein großflächiger und länger anhaltender Stromausfall.

Behörden, Gemeinden und Blaulichtorganisationen sind grundsätzlich mit Notfallsplänen im Falle eines flächendeckenden Stromausfalles gerüstet, dennoch bleibt die Eigenverantwortung der einzelnen Haushalte bestehen. Das war die Kernbotschaft von Thomas Hauser, Landesgeschäftsführer des NÖ Zivilschutzverbandes bei der Podiumsdiskussion in Kreuzstetten, die mit Experten und Gemeindevertretern geführt wurde. Hauser beschreibt eine Akutsituation: "Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz werden mit Sofortmaßnahmen und Einsätzen voll ausgeastet sein und können sich nicht um jeden einzelnen Bewohner kümmern. Daher ist Nachbarschaftshilfe angesagt, schauen Sie mehrmals vor allem bei allein stehenden und älteren Personen vorbei und bieten Sie Hilfe an."

Strom ist bei uns Lebensgrundlage
Vielen ist das Ausmaß eines Blackouts nicht bekannt, denn neben den Haushaltsgeräten und Heizungen wie Wärmepumpen wäre auch die Wasser-und Abwasserversorgung unterbrochen. Weiters blieben alle Supermärkte geschlossen, Züge stünden still und auch die Tankstellen wären für Private nicht mehr benützbar, denn nur Einsatzkräfte und dringende Transporte hätten Tankerlaubnis. Tanken Sie daher bereits immer nach, wenn der Tank halb leer gefahren ist. Eine sinnvolle Bevorratung der Lebensmittel ist ebenfalls nötig, und vor allem Wasser soll eingelagert werden. Mobiltelefone sind zwar bei vollem Akku eine Zeitlang noch betriebsbereit, allerdings würden den Experten zufolge im Akutfall durch eine Mobilfunküberlastung keine Anrufe oder Handynachrichten möglich sein. "Denken Sie an Silvester, wenn sehr viele Leute in kurzer Zeit Nachrichten absetzen wollen, oft kommt der Neujahrswunsch dann erst am nächsten Tag an," so Hauser.

Informationsweitergabe wir vor 50 Jahren
Harald Berger, Feuerwehrkommandant und Zivilschutzbeauftragter: "In so einem Fall werden in den Orten Informationspunkte eingerichtet werden, wo alle aktuellen Nachrichten und Maßnahmen öffentlich angeschlagen werden. Dort werden sich die Bürger informieren können, denn eine persönliche Auskunft in der Gemeinde oder bei der Feuerwehr kann ja nicht ständig gegeben werden." Daniel Jörgensen vom Roten Kreuz: "Die wichtigen medizinischen Geräte haben auch einen Akku, der die Versorgung weiterhin gewährleistet. Allerdings ist der Notrufe selbst ein Problem, doch erinnern Sie sich an früher: wie wurde damals der Arzt alarmiert?" Eine Gruppe von Menschen ist bereits gut für eine stromlose Zeit gerüstet: Camper, die Campingplätze ohne Strom bevorzugen, haben die beste Notfallsausrüstung zu Hause.

Mehr Informationen unter NÖ Zivilschutzberband.
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