22.06.2016, 08:38 Uhr

Mehr als 1.000 Unterschriften für Petition "Damit pendeln nicht zur Arbeit wird"

Damit pendeln nicht zur Arbeit wird. - die Petition erhiehlt mehr als 1.000 Unterschriften
BEZIRK. In den vergangenen Monaten wurden Schüler und Pendler mit negativen Vorfällen, überfüllten Verkehrsmitteln, immer wiederkehrenden Verspätungen und aufgelassenen bzw. schlecht koordinierten Verbindungen zur Schule oder zum Arbeitsplatz konfrontiert. „Es wurden zwar geringfüge Verbesserungen durchgeführt, jedoch liegt das Ziel, unseren zahlreichen Schülern und Pendlern ein angenehmes, pünktliches und stressfreies Reisen zu ermöglichen, in weiter Ferne“, erklärt Rudolf Strommer. "Das zeigt auch, dass unsere Petition mehr als 1.000 Unterstützer hat", so Strommer.

Spange Götzendorf

Was ihn auch stört ist, dass der Landeshauptmann gegen die frühestens im Jahr 2036 realisierbare, direkte Zugverbindung vom Bezirk Neusiedl am See zum Flughafen Wien-Schwechat kein Veto einlegt. "Dieses Projekt wäre für die regionale Wirtschaft, den Tourismus und für die Arbeitnehmer am Flughafen ein großer Gewinn. Die Spange Götzendorf, die fertig ausgearbeitet ist, ist wieder verworfen worden, dafür wird an einem komplett neuen Projekt gearbeitet, das noch Jahrzehnte dauern wird. Das kann es nicht sein. Die Bearbeitung der Anliegen, welche die Lebensqualität der zahlreichen Schüler und Pendler im Bezirk Neusiedl direkt verbessern würden, kümmern LH Hans Niessl anscheinend wenig", so Strommer.

Tarifänderungen

Das neue Tarifsystem des Verkehrsbundes Ostregion sorgt unter den Pendlern im Bezirk ebenfalls für große Verunsicherung. „Die neuen Tarife rollen wie ein vollbeladener Güterzug ungebremst auf unsere Tagespendler zu. Diese verdeckte Preiserhöhung ist somit ein direkter Griff in die Geldbörse und für uns als starke Stimme der Pendler im Bezirk Neusiedl am See inakzeptabel. Die Jahreskarten von unseren Gemeinden nach Wien werden in ca. 85% der Fälle teurer“, erklärt Markus Ulram und führt weiter aus, dass diese massive Preiserhöhung in Anbetracht der verschlechterten Leistungen, wie die zu kurz geführten Garnituren und die Auflassung von altbewährten Buslinien reine Abzocke sind. LH Hans Nießl hat als das für den Verkehrsbund Ostregion verantwortliche Regierungsmitglied vollkommen versagt.

Facebook

Die über die Social-Media-Plattform Facebook eingerichtete Ombudsstelle dient als Informationsquelle für unsere Pendler. “Tagtäglich tauschen sich frustrierte Schüler und Pendler über die derzeitige Situation aus und informieren sich gegenseitige über Vorkommnisse auf der Reise zum Arbeitsplatz, der Schule oder nach Hause. Das Netzwerk ist mittlerweile auf 229 Mitglieder gewachsen und für jeden öffentlich zugänglich“, erklärt Thomas Ranits und zeigt sich erfreut darüber, dass die Onlinepetition an LH Hans Nießl den Handlungsbedarf mit mehr als 1000 Unterstützern klar unterstreicht.
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