28.07.2016, 10:22 Uhr

Protestmarsch für das Hallenbad

Das Hallenbad in Neusiedl am See muss erhalten bleiben - da sind sich eigentlich alle einig. Scheitern könnte es trotz allem am Geld. (Foto: Horinek)

Die Initiative "Rettet das Hallenbad" ruft heute zum Protestmarsch und der Kundgebung vor dem Rathaus in Neusiedl am See auf.

NEUSIEDL AM SEE. "Es verdichten sich immer mehr die Hinweise, dass die Schließung des Hallenbades Neusiedl am See nur mehr eine Frage von wenigen Wochen ist", so Florian Rinnhofer. "Die Umlandgemeinden ins Boot zu holen, um eine Sanierung und die Erhaltung mitzufinanzieren, erweist sich als schwieriges Unterfangen. Die Mithilfe der Bürgerinitiative, hier meinungsbildend mitzuwirken, wurde uns von den Verantwortlichen der Stadtgemeinde nicht zugestanden."

Zukunft ungewiss

Die Zukunft des Hallenbades in der Bezirkshauptstadt steht momentan auf
enorm wackeligen Beinen. Darum möchte die Bürgerinitiative "Rettet das Hallenbad" ihre Anliegen im Rahmen eines Protestmarsches vom Hallenbad bis zum Rathaus lautstark kundtun und noch einmal auf die enorme Bedeutung des Hallenbades für die Region hinweisen. Vor der Gemeinderatssitzung, die am Donnerstag um 19 Uhr stattfindet, pocht die Initiative auf einen Schulterschluss aller politischer Kräfte.

ÖVP verspricht, dass Hallenbad offen bleibt

Heute früh, also nur ein paar Stunden vor dem geplanten Protestmarsch, meldet sich nun Stefan Kast von der ÖVP Neusiedl am See zu Wort. "Heute um 19.00 Uhr wird die weitere Vorgehensweise bezüglich des Neusiedler Hallenbads im Gemeinderat festgelegt. Für die ÖVP-Fraktion steht fest: Das Hallenbad darf nicht geschlossen werden. In einer parteiinternen Sitzung am Montag wurde ein einstimmiger Beschluss für eine letzte Verhandlungsrunde gefasst: Das Hallenbad ist eine besonders wichtige infrastrukturelle Einrichtung für die gesamte Region. Alle unsere Kinder lernen dort schwimmen und unzählige Vereine und Institutionen sind auf das Hallenbad angewiesen“, so Stadtparteiobmann Stefan Kast.

ÖVP bringt Antrag ein

Die ÖVP wird in der heutigen Gemeinderatssitzung daher einen Antrag einbringen, wonach der Bürgermeister beauftragt werden soll, binnen einer Frist von 100 Tagen nochmals Gespräche mit dem Bund, Land und den Gemeinden zu führen. Dabei müssen alle offenen Fragen geklärt werden. Kast: "Jetzt müssen alle noch einmal an den Tisch - es ist bereits 5 nach 12. Die Unklarheiten und Missverständnisse müssen aufgeklärt werden. Das Ziel ist, schnellstmöglich eine gemeinsame Lösung für unsere Bürger zu erreichen. Parteipolitik hat, trotz anstehender Gemeinderatswahl im Jahr 2017, hier nichts zu suchen. Das muss endlich einmal allen bewusst werden."
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