03.07.2016, 00:00 Uhr

Fußball im Bezirk Oberwart: Ein kurzer Rückblick auf die Saison (Teil 1)

Oberwart - Rapid II (Regionalliga Ost / 26. Runde); Ergebnis 0:0

Es gab Jubel und Enttäuschungen bei den Vereinen aus dem Bezirk Oberwart. Einen kurzen Rückblick auf die Saison von der Regionalliga bis zur 2. Liga Süd gibt es hier.

BEZIRK OBERWART. Insgesamt 37 Vereine aus dem Bezirk Oberwart spielten in sechs Ligen und Klassen. Für einige gab es bittere Enttäuschungen und Abstieg, andere wiederum durften über den Meistertitel jubeln.
Die Bezirksblätter Oberwart blicken nach Ende der Saison ein wenig zurück und auch schon etwas in die Zukunft. Auf dieser Seite dreht sich alles um Regionalliga, Burgenlandliga und 2. Liga Süd.

Oberwart mit "Roter Laterne" runter

Ein schwieriges Frühjahr löste einen schwachen Herbst ab - Oberwart kam nur phasenweise in die Gänge und das erhoffte sportliche Wunder Klassenerhalt wurde von der finanziellen Realität eingeholt.
Der Spielerstreik Mitte der Frühjahrssaison war ein Negativhöhepunkt abseits des grünen Rasens. Turbulenzen um die geplante Veränderung im Vorstand waren ebenso ein Thema. Sportlich lief es nur gegen stärkere Gegner überraschend positiv. So fügte Oberwart dem Regionalliga-Meister Horn die einzige Niederlage im Frühjahr zu und auch in Schwechat konnte noch ein Dreipunkter eingefahren werden. Vier Remis - darunter das 1:1 im Burgenlandderby gegen den Dritten Ritzing - machten am Ende auch keinen schönen Sommer. Denn mit nur zehn Punkten in der Rückrunde und 23 insgesamt blieb für Oberwart nur der letzte Tabellenplatz und somit Abstieg.

Derbys in der Burgenlandliga
Dabei hätte es noch einen Rettungsanker gegeben, denn da auch aus Wien kein Verein rauf wollte, wäre Oberwart der Abstieg am "grünen Tisch" erspart geblieben. Obmann Michael Leitgeb: "Wir wurden gefragt, haben aber bereits fix für die Burgenlandliga geplant und auch die Leute wollten diesen Weg."
So heißt es für die SVO, die vor allem auf Erfolge im Nachwuchs stolz sein darf, wieder ab in die höchste Spielklasse im Burgenland, wo im Herbst dann doch etliche Derbys warten (u.a. gegen Markt Allhau, Pinkafeld, Stegersbach und Eberau).
Mit einem neuen Trainerduo (Ludwig Tuba und Raimund Krumai, sowie einigen neuen Spielern will man wieder sportliche Erfolge feiern. Finanziell soll es mit neuem Sponsor ebenso wieder bergauf gehen.

Team der Saison (Burgenland):
Szablocs Safar (Ritzing) - Mario Sara (Ritzing), Matej Miljatovic (Ritzing), Christoph Koch (Oberwart), - Dominik Silberbauer (Parndorf), Sebastian Leszkovich (Parndorf), Patrick Kienzl (Neusiedl), Sascha Steinacher (Parndorf), Miroslav Beljan (Ritzing) - Mario Pavec (Ritzing), Tomas Horvath (Parndorf)

Pinkafeld im Frühjahr passabel

Der SV Eberau holte sich nach dem Herbstmeister auch die Saisonkrone, doch der Aufstieg in die Regionalliga Ost reizte den Verein zwar sportlich, aber finanziell ging das Team den sicheren Weg. Auch die übrigen Aufstiegskandidaten taten es, so bereichert keine Mannschaft aus der Burgenlandliga 2015/16 im Herbst die Regionalliga.
Für den einzigen Bezirksverein, Pinkafeld, verlieg das Frühjahr vor allem gegen Ende sehr positiv. Als Elfter mit einem kleinen Punktepolster ausgestattet, blieb dennoch ein leichter Hauch von Unsicherheit im Frühjahr. Auch weil der Start in die Rückrunde für die Pratl-Mannschaft eher durchwachsen erfolgte. Mit vier Remis und zwei Niederlagen stotterte der Motor ein wenig. Erst das 2:0 in Stegersbach brachte Pinkafeld auf die Siegerstraße zurück. Dieser blieb man auch gegen Neudörfl, Deutschkreutz, Wimpassing und St. Margarethen treu. So stellte das Team schon vorzeitig sportlich die Weichen für ein weiteres Jahr Burgenlandliga und auch wenn vier Mannschaft eine Etage tiefer rutschten, hatte Pinkafeld mit Rang 10 einen sicheren Mittelfeldplatz ergattert - mit Luft nach oben und das soll im Herbst schon bewiesen werden.

Team der Saison (Südburgenland):
Gergely Levay (Eberau) - Josip Gegic (Eberau), Matthias Novak (Eltendorf), Patrik Kraller (Eberau), Thomas Prisching (Neuberg) - Daniel Siegl (Stegersbach), Anze Jelar (Pinkafeld), Tomislav Liber (Eltendorf) - Marek Pasko (Eltendorf), Barnabas Varga (Eberau), Lukas Spirk (Eberau)

Allhau überlegen Meister, Oberdorf rettet sich

Für Markt Allhau lief in der Meisterschaft praktisch alles nach Wunsch. Im Frühjahr keine einzige Niederlage, im Herbst nur eine, stand das Team schon frühzeitig als Meister und Aufsteiger fest.
Auch die Verfolgerrolle lag völlig in Bezirkshänden, doch wer Vizemeister werden sollte war doch lange ungeklärt. Buchschachen heftete sich an die Fersen des Gemeindekonkurrenten, doch Kohfidisch hatte im Frühjahr das bessere Ende für sich und schnappte noch den zweiten Platz weg. Stuben als Vierter komplettierte die Vormachtstellung des Bezirks in der 2. Liga Süd.
Rechnitz belegte am Ende Platz 7 und somit im guten Mittelfeld. Schlaining, das im Herbst noch sehr gut unterwegs war, verpatzte das Frühjahr und rutschte von Platz 7 noch auf 12 ab - aber gefährdet war der Aufsteiger nie. Großpetersdorf hingegen kam im Laufe der Rückrunde noch ins Schwitzen, doch am Ende reichte ein passables Finish für Platz 13 und den Klassenerhalt, ebenso wie für Oberschützen, das als Vorletzter ins Frühjahr ging und als Fünfter der Rückrunde bald den Abstiegssorgen entspringen konnte und am Ende Rang 11 erreichte.
Auf den letzten Drücker gelang dies auch Oberdorf. Eine Runde vor Schluss noch Vorletzter und somit auf einem Abstiegsplatz, rettete sich Oberdorf mit einem 2:0 über Güssing noch auf Rang 14 - auch weil Kukmirn in Stuben mit 2:4 verlor.

Team der Saison (Bezirk Oberwart):
Anes Podunavac (Markt Allhau) - Philipp Schuch (Kohfidisch), Sebastian Baldauf (Stuben), Laszlo Sütö (Markt Allhau) - Michael Musser (Buchschachen), Zoran Lukavecki (Markt Allhau), Jürgen Pfahnl (Rechnitz), Laszlo Kurucz (Oberschützen) - Imre Laszlo Domokos (Buchschachen), Zoltan Jozsi (Kohfidisch)

Rückblick: 1. Klasse Süd bis 2. Klasse B Süd
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