04.04.2016, 13:12 Uhr

Verein will neues Gesetz

I. Gabrovec, H.Thumpser, R. Datler, E. Baja-Wendl, K. Scheele, R. Gruber, E. Dullnigg und P. Kalteis kämpfen für die Entkriminalisierung.

Mit "frechen Sprüchen" und Tausenden Unterschriften fordert Verein umso mehr eine Gesetzesänderung.

WEINBURG (red). "Radfahrer nicht kriminalisieren" – so lautet die Forderung der Naturfreunde Niederösterreich (die Bezirksblätter berichteten in der letzten Ausgabe), die vergangene Woche eine Pressekonferenz dazu im Pielachtal gaben.

Fair-Play-Regeln einhalten
Weinburgs Bürgermeister Peter Kalteis, der einer der Gründungsmänner hinter dieser Idee war: "Wir wollen ein vernünftiges Miteinander." Karin Scheele, Naturfreunde NÖ, betont: "Wir fordern eine zeitgemäße, gesetzliche Regelung. Das Forstgesetz ist 40 Jahre alt." Den Naturfreunden, die auch vom Alpenverein unterstützt werden, ist vor allem wichtig, dass es um die Öffnung der Forststraßen für Radler geht und nicht um die der Wanderwege. Weiters betonte man im Rahmen der Konferenz immer wieder die Fair-Play-Regeln für Radfahrer. "Wir wollen nicht über Stock und Stein fahren und auch nicht überall, nein – wir fordern ein geregeltes Radeln auf eigene Gefahr hin."

Tourismus-Wertschöpfung
Renate Gruber, Tourismussprecherin der SPÖ NÖ: "Alle Tourismusexperten sagen uns, der Rad- und Mountainbiketourismus ist eine rasch wachsende Sparte und daher eine große Chance für viele Regionen in den Alpen. Diese Chance müssen wir in NÖ nützen."
Laut den Naturfreunden werden rund 1.500 Fahrräder pro Jahr bei drei großen Fachhändlern in den Bezirken St. Pölten Land, Melk und Lilienfeld verkauft. "Die Naturfreunde können und wollen nicht zusehen, wie Tausende Radfahrer, die in Berg und Wald Erholung suchen, als Gesetzesbrecher hingestellt werden", heißt es in einer Aussendung.

Petition läuft
"Mit den 36.000 Unterschriften von der Bikerplattform Upmove sind es bereits 64.000 Unterstützungserklärungen. Durch viele Rückmeldungen spüren wir, dass sich die Menschen nicht von der Natur ausschließen lassen wollen", so Scheele. Wer die Petition der Naturfreunde und des Österreichischen Alpenvereins unterstützen möchte, kann dies unter folgendem Link tun: www.naturfreunde.at/freie-fahrt. ^meinbezirk.at
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