01.06.2016, 16:09 Uhr

Schutzprojekte für Amphibien

Magdalena Meikl (Amphibienexpertin Naturschutzbund), Stefanie Scheucher (Fa. Spitz / Zurück zum Ursprung Mineralwasser), Birgit Mair-Markart (GF Naturschutzbund Österreich), Josef Schödl (Fa. Spitz / Zurück zum Ursprung Mineralwasser) und Projektleiter Feri Robl (Naturschutzbund) beim Besuch in der Achenfurt. (Foto: Wolfgang Schruf)
PINZGAU. Alle heimischen Amphibien sind bedroht. Besonders deutlich wird das immer bei den Amphibienwanderungen im Frühjahr, wenn Frosch und Kröte zu Tausenden auf den Straßen ihr Leben lassen. Doch auch jene Lurche, die erst später im Jahr aktiv werden, kämpfen ums Überleben. Der Naturschutzbund hat deshalb im Pinzgau und Pongau spezielle Schutzprojekte für Gelbbauchunke und Feuersalamander gestartet. Unterstützt wird er dabei vom „Zurück zum Ursprung“-Mineralwasser gemäß "Prüf Nach!-Standard".

Schwindende Lebensräume

„Uh-uh-uh“ – die charakteristischen Rufe der Gelbbauchunke sind immer seltener zu hören. Ihre Lebensräume und Fortpflanzungsgewässer verschwinden zusehends, die Zerschneidung der restlichen tut ein Übriges. Mit denselben Problemen kämpft der Feuersalamander im Land Salzburg. Mehrere regionale Populationen sind bereits ausgestorben, von einigen Gebieten liegen nicht genügend Daten vor, um sie beurteilen zu können. Für beide Arten müssen deshalb dringend Informationen gesammelt und Schutzmaßnahmen gesetzt werden.

Schutzmaßnahmen im Pinzgau

Die Unterstützung von „Zurück zum Ursprung“ macht das nun möglich: Die Biotopschutzgruppe Pinzgau des Naturschutzbundes führt an der Achenfurt in Uttendorf lebensraumerhaltende Maßnahmen durch. Drei verschiedene Biotoptypen müssen dort erhalten werden: die Achenfurt selbst, die sie umgebenden Wiesen und der Auwald. Durch Zaunerneuerung, Wassermanagement der Tümpel und des mäandrierenden Baches sowie Pflanzaktionen im Auwald und zeitgerechte Wiesenmahd soll auch in Zukunft das „uh-uh-uh“ der Unken zu hören sein.

Für den Feuersalamander muss zunächst noch der definitive Status festgestellt werden. In sieben Gebieten im Pinzgau und Pongau untersuchen Herpetologen (Amphibien-Experten) derzeit das Vorkommen der schwarz-gelben Lurche. Nach Evaluierung der aufgenommenen Parameter werden notwendige Erhaltungs- und Schutzmaßnahmen für den „Lurch des Jahres 2016“ formuliert.

Bei der Erhebung der aktuellen Vorkommen von Gelbbauchunke und Feuersalamander kann übrigens jeder mithelfen: Wer seine Beobachtungen auf www.naturbeobachtung.at meldet, unterstützt die beiden Projekte aktiv und ermöglicht damit besser abgestimmte Schutzmaßnahmen!

Feuersalamander ist Lurch des Jahres

Mit seinen kleinen Füßchen und den wilden gelben Flecken - die sich bei jedem einzelnen Tier unterscheiden ähnlich wie unser Fingerabdruck - sieht der Feuersalamander einfach bezaubernd aus. Doch der kleine Lurch ist sehr stark gefährdet und steht auf der Roten Liste der bedrohten Arten. In einigen Teilen Salzburgs ist er bereits verschwunden, da seine Lebensräume - Laubmischwälder mit Quellgewässern - durch Abholzung, Straßenbau und Regulierung oder Verrohrung von Bächen verloren gehen. Dazu wird unter anderem die Erhaltung von Quellbächen und deren Uferbereichen zählen. Denn der Feuersalamander legt seine Larven in kühles, sauberes Wasser und versteckt sich selbst gerne unter feuchtem Laub. Der gelbgefleckte Winzling ist heuer zum „Lurch des Jahres“ gewählt worden, um auf seine bedrohte Situation aufmerksam zu machen.


Seit 2015 unterstützen Hofer und Spitz mit dem „Zurück zum Ursprung“-Mineralwasser gemäß Prüf Nach!-Standard Projekte zum systemischen Wasserschutz im Quellgebiet. Dies ist eine freiwillige Verpflichtung und fixer Bestandteil der umfassenden Nachhaltigkeitskriterien für das Tauernquelle Mineralwasser. Gezielte Artenschutzprojekte für Tiere, die im und am Wasser leben, sind nicht nur wichtige Naturschutzmaßnahmen. Sie schützen auch die Quelle und deren hohe Wasserqualität und -reinheit.

Text: Naturschutzbund
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