24.06.2016, 07:51 Uhr

Weltklasse-Judoka trainieren im Raurisertal

Das Training des deutschen Nationalteams (Foto: Foto: Creatina)

Die deutschen und ungarischen Weltklasse-Judoka absolvierten ihre Vorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro im Raurisertal, wo sie beste Trainingsbedingungen vorfanden.

RAURIS. Maßgeblich daran beteiligt ist Rupert Riess, Trainer der Judo Union Pinzgau, den eine jahrelange Freundschaft mit den Nationaltrainern Deutschlands und Ungarns verbindet. „Rauris ist zwar ein kleiner Ort, im Judo haben wir aber international eine große Bedeutung. Wenn große Nationen hier trainieren, fördert das nicht nur den Bekanntheitsgrad, sondern hat auch eine wirtschaftliche Bedeutung“, erklärt Rupert Riess. Detlef Ultsch, der deutsche Bundestrainer, hält seit nunmehr 25 Jahren alljährlich Trainingslager mit seinen Athleten in Rauris ab. „Ich fühle mich hier einfach pudelwohl. Die Höhenlage und die besondere Landschaft bieten ein perfektes Trainingsumfeld“, schwärmt Ultsch, der als Aktiver zwei WM-Titel gewann und fügt hinzu: „Auch die Sportler sind hier ‚großgeworden‘ und haben eine enge Bindung zu Rauris entwickelt. Sie waren es auch, die sich gewünscht haben, hier das Trainingslager abzuhalten.“ Auf die Frage nach seinem Lieblingsplatz in Rauris antwortet Detlef Ultsch wie aus der Pistole geschossen: „Kolm Saigurn. Als ich zum ersten Mal dort war, hat es mich umgehauen. Das ist ein mystischer Ort.“

Während die Landschaft in Rauris zum Relaxen einlädt, müssen die Sportler im Training ihre Komfortzone verlassen. Bereits um 6 Uhr beginnt ein typischer Trainingstag der deutschen Mannschaft. Techniktraining, Bergläufe und Radtouren stehen am Plan. Selbst die Großglockner Hochalpenstraße wurde mit dem Rad befahren. Dementsprechend hoch sind auch die Ziele für die Olympischen Spiele.

„Wir peilen in Rio Edelmetall an. In einer Gewichtsklasse kämpfen wir sogar um den Sieg mit. Man braucht hohe Ziele, das Potential ist definitiv vorhanden“, gibt der deutsche Bundestrainer die Marschroute vor. Um die Bedingungen in Rio macht er sich kaum Sorgen: „Zika ist natürlich nicht zu unterschätzen, das Thema wird allerdings auch ziemlich hochgekocht. Die Veranstalter werden alles dafür tun, um optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Rio“. Bleibt zu hoffen, dass Deutschlands und Ungarns Judoka mit Edelmetall aus Südamerika zurückkehren – dann hätte auch Rauris Grund zum Jubeln.
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