06.07.2016, 15:33 Uhr

Wo viele Großarler das Einmaleins lernten

Morgens, halbzehn in Großarl ... Die Lehrerinnen Theresa Riepler, Andrea Gruber, Martina Hettegger und Maria Gfrerer räumen mit Schulwart Christoph Hettegger die alte Schule. (Foto: Angelika Pehab)

Die alten Mauern der Volksschule werden abgerissen, die Erinnerung bleibt.

GROSSARL (ap). Fleißig beim Ausräumen der Klasse sind die Lehrerinnen rund um die Direktorin der Volksschule Großarl, Maria Prommegger. Die alten Bänke fliegen raus und Kisten werden geschleppt, die Erinnerung an eine schöne Zeit aber bleibt.
"Ein wenig Wehmut ist schon dabei. Grundsätzlich aber freuen wir uns sehr auf unsere neue Schule", so Prommegger, die bei der Planung der neuen Schule von Anfang an eingebunden wurde. "Das Raumkonzept soll schließlich auch unserem pädagogischen Konzept entsprechen", freut sich Prommegger.

Umzug in die "Au"
Nach den Ferien zieht sie mit ihren über 160 Schülern und Lehrern vorübergehend in die Volksschule Au. In der Zwischenzeit wird das 46 Jahre alte Schulgebäude abgerissen und neu errichtet. "Die Gesamtkosten bei diesem Großprojekt liegen bei 16 Millionen Euro", weiß Großarls Bürgermeister Hans Rohrmoser. In zwei Jahren Bauzeit wird die neue Bildungseinrichtung – vorwiegend von heimischen Betrieben – fertiggestellt. "Von Anfang an gab es für dieses Projekt einen guten Konsens innerhalb der Gemeinde. Alle stehen hinter dem Bau", freut sich Bgm. Rohrmoser jetzt schon auf die Neueröffnung zu Schulbeginn im Herbst 2017.
Und auch die künftigen Schüler dürfen sich freuen. Es werden vier Häuser – für jeden Jahrgang eines – errichtet. Verbunden werden sie durch eine Art "Marktplatz".

"Sind ein wachsender Ort"
"Großarl ist eine wachsende Gemeinde. Der Trend zu Mehrkindfamilien ist bei uns absolut gegeben. Die Geburtenrate ist auf 49 Kinder pro Jahr gestiegen", schmunzelt Bgm. Rohrmoser. Ob das an der gut ausgebauten Kinderbetreuung mit zwei Krabbelgruppen und fünf Kindergartengruppen oder an der Bonuszahlung für Mütter – die ihre Kinder bis drei Jahre selbst betreuen und dafür rund 110 Euro im Monat bekommen – liegt, wisse er nicht.
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