14.10.2016, 08:52 Uhr

Landjugend zu Gast im Heliport St. Johann

Gut 30 Mitglieder und Funktionäre besichtigten den Heliport St. Johann mit Führung von Herbert Gerhardter (3. v. r.)
St. Johann im Pongau: St. Johann im Pongau |

Am vergangenen Dienstag, den 11. Oktober lud das Team der Heli Austria rund um Unternehmer Roy Knaus zur Betriebsbesichtigung des Heliports. Gut 30 junge Funktionäre und Mitglieder der Landjugend folgten der Einladung und erhielten Informationen rund um die Fliegerei aus erster Hand.

Super Puma mit 2x 1819 PS

„Das Herzstück der Firma ist der neu errichtete Heliport, welcher 2015 in Betrieb genommen wurde. Durch diese Weiterentwicklung in der Infrastruktur der Firma wurde der Ankauf der AS332 Super Puma möglich. Sie kann bis zu 4,5t Last transportieren, bis zu 18 Personen befördern und erledigt das mit 2x 1819 PS“, erklärt Design Engineer Herbert Gerhardter, der selbst Mitglied der Landjugend Rohrmoos-Schladming-Pichl ist. Er führte die Landjugendmitglieder durch den Hangar, gab Einblick in den Tagesablauf der Piloten und präsentierte die umfangreichen Dienstleistungen der Firma. „Mit der Super Puma fliegen wir Einsätze bis nach Norwegen, im vergangenen Monat waren wir hierfür im Hohen Norden um Montageteile auf einer Ölplattform auszutauschen. Mittlerweile sind wir international tätig und die Kunden vertrauen auf österreichisches Knowhow“, so Gerhardter.

Übernahme durch Roy Knaus

Roy Knaus übernahm die Firma im Jahr 1997 nach dem folgenschweren Unfall seines Vaters. Im Laufe der letzten Jahre entwickelte sich das Unternehmen stetig weiter. Aktuell sind an die 150 Mitarbeiter der Firmengruppe an acht Standorten beschäftigt. Dreh- und Angelpunkt ist der Standort in St. Johann, wo auch der 2001 in Betrieb genommene Notarzthubschrauber Martin 1 stationiert ist.
Neben den klassischen Einsatzgebieten wie Rettungsflüge, Lastentransporte und Personentransportflüge ist auch der landwirtschaftliche Bereich ein wichtiger Teil des Unternehmens: „Ca. 250 Kadaver müssen jedes Jahr von verunfallten Tieren geflogen werden. Hinzu kommen auch Lebendtiertransporte, wenn z.B. ein unvorhergesehener Wintereinbruch stattfindet“, erklärt Gerhardter. Je nach Helikopter und Umfang des Auftrages kann eine Flugstunde zwischen € 1.500,- und € 12.000,- kosten. „Das resultiert ganz einfach aus den umfangreichen Wartungsarbeiten und Ersatzteilen, die regelmäßig geprüft und ausgetauscht werden müssen. Ein Rotorblatt einer Super Puma kostet etwa bis zu € 220.000,- “, so Gerhardter.

Job beim Heliport?

Beruflich bietet der Heliport verschiedene Einsatzmöglichkeiten: FlugretterIn, technischer Support bis hin zur Pilotenausbildung stehen viele Türen offen. Speziell die Aufgabe des Flughelfers bzw. Flughelferin ist eine enorm verantwortungsvolle. Er oder sie sichert das Ladegut und gibt die Freigabe für den Transport. Besonders erwähnenswert ist, dass die Auf- und Umrüstung der Maschinen, die technische Abnahme und die Wartung zur Gänze von eigens geschulten MitarbeiterInnen durchgeführt werden. „Damit sind wir in der Lage, aufwendige Überstellungsflüge zu vermeiden, und können dabei noch dazu den Zustand der Maschinen genauestens beobachten und verfolgen, was sich wiederum positiv auf die Sicherheit auswirkt.“
Teil des Programms der Landjugend Salzburg sind auch Betriebsbesichtigungen regionaler Vorzeigebetriebe. Damit wird auf die Attraktivität des Salzburger Arbeitsmarktes hingewiesen und bietet gleichzeitig die Möglichkeit über den Tellerrand zu blicken.
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