04.10.2016, 12:00 Uhr

Lotto feiert Jubiläum: Die Glücksengerl in der Region Purkersdorf

Bei den Gablitzer Trafikanten Helmut und Gertraud Prinz gehen täglich Lottoscheine über den Tresen.

Die Geburtstage der Enkerl, die Hausnummer oder der Quicktipp – seit 30 Jahren spielt der Bezirk Lotto.

REGION PURKERSDORF. In 2.552 Lotto-Ziehungen wurden 2.845 Sechser erzielt, 36 davon in unserem Bezirk. Vergleicht man die Zahl der Lotto-Sechser mit der Zahl der Einwohner, dann liegt der Bezirk Wien-Umgebung an 59. Stelle in Österreich. Wir haben uns im Bezirk umgehört, wer mit welcher Strategie versucht #+ans große Geld zu kommen.

Lotto als Hobby

"Ich hätte gar nicht geglaubt, dass es überhaupt schon mal einen Sechser bei uns im Bezirk gegeben hat", lächelt der Gablitzer Trafik-Betreiber Helmut Prinz überrascht, doch: "Großgewinn zeigt er bei uns schon hin und wieder an, aber das können theoretisch auch nur 1.000,01 Euro sein." Er selbst spielt kaum Lotto, ab und zu versucht jedoch seine Gattin ihr Glück: "Wenn, dann mit zufälligen Zahlen", verrät Gertraud Prinz. Stamm-Spieler hätten sie jedoch viele in ihrer Trafik: "Für manche ist das ein richtiges Hobby, die spielen wöchentlich und meistens dasselbe – und wenn mal was dabei ist, freuen sie sich natürlich."

Gelegenheits-Zocker

"Ich spiel’ immer nur bei einem Jackpot – und dann mit Computertipp", verrät uns Harald Wolkerstorfer. Aber warum die zufälligen Zahlen statt gewählten Glückszahlen? "Ganz einfach: Wenn ich einmal vergessen würde zu spielen und genau dann kommen meine Glückszahlen, würd ich die Krise kriegen", lacht Wolkerstorfer. Auch Christian Hiel spielt "nur ab Jackpot aufwärts – aber immer mit Computertipp und immer nur einen, ich will ja auch nur einen Sechser!", scherzt er.

Keine Ziehung ohne ihn

Ein Lotto-Spieler der ersten Stunde ist hingegen Walter Jaksch aus Purkersdorf. In 30 Jahren hat er kaum eine Ziehung versäumt. "Mit Geburtsdaten spiel ich nicht, das hab ich früher gemacht und nie gewonnen", lacht er. Stattdessen habe er sich vor einigen Jahren Zeit genommen und aus Hausnummer, Hochzeitstag und Geburtstagen der Familie und deren Quersummen seine Glückszahlen errechnet. "Mit denen spiel ich jetzt schon elf Jahre", so Jaksch – und das immer wieder mal mit Erfolg: Lotto-Vierer und -Fünfer hat er bereits gewonnen. Einen Teil des Geldes hat er dann immer an diverse Hilfsorganisationen gespendet. Das würde er auch bei einem Lotto-Sechser tun: "Ich würde auf alle Fälle einen Teil in soziale Projekte investieren." Und bis dahin versucht er weiter sein Glück: "Es ist ein netter Zeitvertreib – mit der Chance auf einen größeren Gewinn."
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