04.10.2016, 17:50 Uhr

Was die Venus vom Hohle Fels mit dem Außerfern zu tun hat

Venus vom Hohlefels
2008 wurde in der Höhle Hohle Fels ein bedeutender Fund gemacht: eine Frauenfigur mit üppigem Busen - sie ist die älteste menschliche Figur weltweit, die je gefunden wurde, etwa 40.000 Jahre alt. Damals herrscht Eiszeit, die Menschen leben als Nomaden. Sie jagen und sammeln. Rund 70 % der Nahrung stammt aus der Sammeltätigkeit der Frauen. Die Gegend um Reutte liegt unter einer 600 m dicken Eisschicht. Im Wechsel der Jahreszeiten leben die Wildherden im Sommer am Alpenrand und im Winter in der Donaugegend. Und die Menschen ziehen ihnen hinterher. Keine Bäume - die Landschaft ist Steppe. Die Höhlen der schwäbischen Alp weisen überwiegend Siedlungsspuren in den Wintermonaten auf. Deswegen kann davon ausgegangen werden, dass die ältesten bekannten Kunstwerke der Menschen von Sippen geschaffen wurden, die in den Allgäuer- und Lechtaler Alpen gelebt haben. Es wurden Musikinstrumente, Perlen, Nachbildungen von Tieren, Werkzeuge und kultische Figuren gefunden, die jeden Betrachter faszinieren. Zu sehen sind viele Ausstellungsstück im Museum für Urgeschichte in Blaubeuren. Die Höhlen der Schwäbischen Alp streben an, als Weltkulturerbe anerkannt zu werden.
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