09.04.2016, 07:00 Uhr

Wasserbauamt hat 2016 wieder einiges zu tun

Wolfgang Klien während der Bauphase der Geschiebefalle: Diese wird bald offiziell übergeben.
AUSSERFERN (rei). Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen: 1,8 Millionen Euro hat das Wasserbauamt, das zum Baubezirksamt Reutte gehört, für heuer an Budgetmitteln zur Verfügung. "Aber ich denke, es kommt noch was dazu", sagt Wolfgang Klien, der die Abteilung leitet.

Zeit gut genützt

Einiges an Geld wurde bereits verbaut. Man hat die Niedrigwasserzeit bestmöglich genützt. So wurde auf Höhe der Klärwerksanlage in Ehrwald die Loisach aus Sicherheitsgründen etwas verlegt. In Steeg musste im Lechbett gebaggert werden, auch das ist erledigt.

Geschiebefalle fertig

Im Prinzip fertig ist die Geschiebefalle zwischen Höfen und Ehenbichl. Voraussichtlich im Mai soll dieses einzigartige Konstrukt, das einer schonenden Schotterentnahme dient, eingeweiht werden - unter Umständen im Beisein des Umweltministers. Außerdem gab es Erhaltungsmaßnahmen am Lechgerinne im Ortsgebiet von Musau.
Ein besonderes Auge hat man auf Schönau. Hier drückte das Grundwasser lange Zeit in die Keller der Häuser. Die sind zwar weit vom Außerferner Hauptfluss weg, doch das Grundwasser bescherte in den vergangenen Jahren den Anrainern so manche schlaflose Nacht.
"Hier gibt es Schwankungen beim Grundwasserspiegel von bis zu 14 Metern. Gigantisch!", erklärt Klien. Derzeit liegt der Grundwasserspiegel wieder zehn Meter unter jenem Wert, der für die Probleme in vielen Kellern gesorgt hatte.
Das gefährdete Gebiet habe man aber im Auge, denn ganz genau könne man nicht sagen, wann das Grundwasser wieder steigt. "Der Lech dichtet sich selbst ab. Durch Hochwässer wurde die Dichtigkeit beschädigt. Derzeit herrscht aber Ruhe", erklärt Klien und hofft, dass dies auch noch lange so bleibt.

Sicherheit für Breitenwang

Während man in Schönau beobachtet, wird in Breitenwang schon bald gebaut. Das Hochwasserrückhaltebecken im Bereich der Gipsmühlstraße muss erneuert werden. Viele kennen dieses gar nicht, liegt es doch sehr versteckt. Nach starken Regenfällen wird es aber benötigt. Da es baulich nicht mehr entspricht, wird die alte Mauer entfernt und durch einen neuen Damm ersetzt.
Die ganz großen Projekte stehen heuer also nicht mehr auf dem Programm. Die wurden nach den Hochwässern der vergangenen Jahre sukzessive erledigt. Heute steht man gut da. "Ein Hochwasser wie 2005 wäre heute nicht mehr das Problem", ist Wolfgang Klien überzeugt.
Damit es noch sicherer wird, ist daran gedacht, ein neues Life-Projekt zu starten. 7,3 Millionen Euro könnte dieses "schwer" werden. Noch stehen die Genehmigung aus. Gibt es aber die benötigten Zusagen, dann werden 60 Prozent der genannten Summe aus EU-Mitteln in verschiedene Projekte entlang des Lech zwischen Höfen und Stockach fließen.
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