11.08.2016, 10:14 Uhr

„Donau-Ameisberg“ wird erste Fairtrade-Region Oberösterreichs

Der Vorstand des Vereins Donau-Ameisberg mit den Fairtrade-Koordinatorinnen. (Foto: Foto: Pumberger)

Beim Marktfest in Sarleinsbach am 21. August erfolgt die Ernennung.

BEZIRK, SARLEINSBACH. Die neun Gemeinden Hofkirchen, Hörbich, Kollerschlag, Lembach, Niederkappel, Oberkappel, Pfarrkirchen, Putzleinsdorf und Sarleinsbach werden am Sonntag, 21. August, um 14 Uhr, beim Marktfest in Sarleinsbach zur Fairtrade-Region ernannt. Sie sind die erste Fairtrade-Region Oberösterreichs und die fünfte Österreichs. Im Vorfeld der Ernennung haben sich alle Mitgliedsgemeinden der Region auf den Weg zur Fairtrade-Gemeinde begeben, gemeinsam an der Erfüllung der Ziele gearbeitet und die Auszeichnung für jede Gemeinde erhalten.

Acht Gemeinden – ein Ziel

Ideengeber war der Verein „Lebensraum Donau-Ameisberg“, der acht Gemeinden umfasst, und dessen Vorstand sich auch im Faitrade-Arbeitskreis beteiligt. Putzleinsdorf wurde als zusätzliche Gemeinde in die Faitrade-Region integriert. Die Gemeinden arbeiteten in den letzten Jahren intensiv an der Verankerung des Fairen Handels. Unter dem Motto „Fairtrade trifft auf Regionalität“ wurde im Frühjahr 2015 die ersten gemeindeübergreifenden Veranstaltungen organisiert, zuletzt war es die erfolgreiche Modeschau „Fair Tragen“ im Mai in Lembach.

Faire Entlohnung

Alois Lauß, Obmann des Vereins Lebensraum Donau-Ameisberg und Leiter des Fairtrade-Region-Arbeitskreis zeigt sich überzeugt: „Die Bevölkerung soll für die Zusammenhänge in unserer globalisierten Welt und die Anliegen der Menschen des Globalen Südens sensibilisiert werden. Wichtig ist uns der Einkauf regionaler, fairer und biologischer Produkte, damit auch regionale Wirtschaftskreisläufe gefördert und gestärkt werden." Bei Importwaren sollte vorzugsweise auf Produkte mit Fairtrade-Gütesiegel zurückgegriffen werden. Das garantiere faire Preise für den Produzenten, faire Bedingungen und faire Entlohnung für die Arbeiter. "Diese Inhalte wollen wir unserer Bevölkerung vermitteln und damit einen kleinen Beitrag zu einer besseren Welt leisten", sagt Lauß.

Was macht die Fairtrade-Gemeinde?

Neben der Bildung einer Arbeitsgruppe, der Verfügbarkeit von Fairtrade-Produkten in lokalen Geschäften und der Gastronomie oder dem Einsatz von Fairtrade-Produkten in Betrieben, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen oder Pfarren, ist vor allem Bewusstseinsbildung und Information in allen Gemeinden der Region ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fairtrade-Region.
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