12.07.2016, 09:34 Uhr

Ein Klangkörper im Zentrum

Weniger als ein Jahr wurde am Rathausumbau und den neuen Musikproberäumen gewerkt.

ULRICHSBERG (anh). Über 60 Musiker zählt die Marktmusikkapelle Ulrichsberg und ist damit in den letzten Jahren stark gewachsen. Sie arbeitet eng mit der Zweigstelle Ulrichsberg der Landesmusikschule Schlägl zusammen – eine Synergie, von der beide Seiten profitieren. Nicht verwunderlich ist es daher, dass die alten Proberäumlichkeiten im Marktgemeindeamt schon aus allen Nähten platzten. Ein Umbau stand dringend auf der Agenda. Im April 2015 wurden daher die ersten Mauern – auch von Musikern selbst – im wahrsten Sinne des Wortes durchbrochen. Im Dezember war man mit dem Umbau bereits wieder fertig. Seither ist das neue, lichtdurchflutete 140 Quadratmeter große Reich der Musiker im zweiten Stock nicht mehr wiederzuerkennen. Saniert wurden der Musikproberaum, das Notenarchiv, der Raum für musikalische Früherziehung und der Aufenthaltsraum der Musikkapelle. Zudem sind Lift und Sanitäranlagen nun barrierefrei. Gekostet hat die „Musikebene“, wie sie Bürgermeister Wilfried Kellermann gerne nennt, 978.000 Euro. „Die Musiker sind sehr zufrieden“, so der Bürgermeister. Der Umbau war aber auch eine große Herausforderung. Neu sind nämlich nicht nur Estrich, Fußböden, Fußbodenheizung oder Lüftungstechnik, sondern der Musikproberaum ist auch breiter und höher geworden. Dafür mussten auch Stahlträger verbaut werden. Während der Bauphase wurden die Amtsräume auch nicht von Wasser und Staub verschont.

Eröffnung unter freiem Himmel

Vergangene Woche lud man zum Eröffnungsfest unter freiem Himmel und bei strahlendem Sonnenschein ein. Das Motto „Wenig Worte, viel Musik“ wurde vielfältig umgesetzt. So brachten etwa die Musikkapelle Ulrichsberg, Saxofiori, ein Trompetenquartett, die BigBand der Landesmusikschule, Volksschulkinder sowie Pianist Michael Drexler, zusammen mit Harald Pröll an den Drums, den neuen „Klangkörper“ im Zentrum Ulrichsbergs zum Vibrieren. Betont wurde auch der Mehrwert des Musizierens, denn es trägt nicht nur zur Persönlichkeitsbildung positiv bei, sondern fördert auch soziale Kompetenzen. Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer betonte: „Musik und Kultur führen die Gemeinschaft zusammen und fördern sie. Sie sind das Rezept, das wir heutzutage für ein gutes Miteinander brauchen.“ Nach der Feier konnten die Räumlichkeiten besichtigt werden.

Aufenthaltsraum in urig-rustikalem Stil

Der Aufenthaltsraum der Musikkapelle wurde in Eigenleistung von den Musikern selbst saniert und finanziert. Das urig-rustikale Ambiente lädt zum Verweilen nach anstrengenden Proben ein. „Geplant und zum Großteil auch ausgeführt wurde er von Manfred Altendorfer“, berichtet Obmann Konrad Stockinger. Die Zusammenarbeit mit Harald Müller von der Landesmusikschule klappte hervorragend. Da wurde auch schon mal eine Tür kurzerhand ausgehängt, wenn der Flügel nicht durchpasste.

Beteiligte Firmen

- Anreither, Lembach
- Architekturbüro Klinglmüller, Linz
- Bayer Glastechnik, Haslach
- Brüder Resch GmbH & Co. KG, Aigen-Schlägl
- DI Weiss Zivilingenieur, Pregarten
- Gabriel, Ulrichsberg
- Heizleitner, Ulrichberg
- Hofa Service, Vorderweißenb.
- Hross & Partner, Traun
- K&L Aufzugservice, Ulrichsberg
- Klotzner, Linz
- Leantech Technology, Linz
- Leitner Ergomöbel, Lohnsburg
- Malkraft GmbH, Altenfelden
- Martin Hofreiter, Pregarten
- Mittermayr, Walding
- Schaubschläger Kurt., Aigen-Schlägl
- TAS Bauphysik, Leonding
- TB Hübner, Puchenau
- Tischlerei Wuschko, Ulrichsberg
- Wiltschko, Ulrichsberg
- Zehetmayr Raumakustik, Kefermarkt
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