25.04.2016, 18:31 Uhr

Traumjob im zweiten Anlauf

Melanie Leitner ist aus dem Volkshilfe Shop Rohrbach nicht mehr wegzudenken. (Foto: Foto: Volkshilfe)
BEZIRK. Für knapp 900 Menschen im Bezirk Rohrbach ist der 1. Mai – der Tag der Arbeit – kein Tag zum Feiern. Sie sind arbeitslos. Fast die Hälfte davon sind Frauen. Immer noch haben sie es besonders schwer, nach der Elternzeit wieder im Beruf Fuß zu fassen. Eine davon war Melanie Leitner. Die Alleinerzieherin und Mutter eines Sohnes fand keinen Job, den sie mit ihren Betreuungspflichten vereinbaren konnte. Heute ist sie Mitarbeiterin des Volkshilfe Shops Rohrbach und möchte nicht mehr tauschen.

Flexible Arbeitszeit

„Angefangen habe ich im Shop mit einer befristeten Stelle und nur 20 Stunden. Die Zeiteinteilung und die Flexibilität waren optimal für mich. Dass der Kindergarten gleich nebenan ist, war natürlich ein besonderer Bonus ,“ erinnert sich die Rohrbach-Bergerin. Nach fast fünf Jahren ist die 26-jährige heute Leiterin des Shops, koordiniert ihre Mitarbeiterinnen, setzt Preise fest und bedient die Kundinnen und Kunden. Diese Vielfalt mache ihren Beruf so spannend erklärt Leitner und ergänzt: „Ich habe nie gedacht, dass ich jemals so gerne in die Arbeit gehen würde. Sogar in der Freizeit schau ich ab und zu mal rein. Es ist einfach ein absoluter Traumjob.“

Jobmotor Volkshilfe-Shop

Fred Edlinger, Bereichsleiter Volkshilfe Shops Oberösterreich: „Ich sehe die Volkshilfeshops als kleinen aber feinen Jobmotor in den Bezirken. Für uns steht der Mensch im Vordergrund. Alter, Familienverpflichtungen oder Beeinträchtigungen sind bei der Entscheidung über eine Anstellung bei der Volkshilfe kein Nachteil." Neben fixen Beschäftigungsverhältnissen bietet die Volkshilfe in Linz, Steyr und Schärding auch sogenannte Transitarbeitsplätze an. Diese befristeten Dienstverhältnisse ermöglichen derzeit 120 langzeitarbeitslosen Menschen, wieder am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
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