09.05.2016, 10:46 Uhr

Panische Angst ist das falsche Rezept

Meinung von Bezirksblätter Chefredakteurin Stefanie Schenker

Die geleakten TTIP-Verhandlungspositionen haben es in sich. Dennoch ist Panik die falsche Reaktion darauf. Bei TTIP geht es nicht nur um Landwirtschaft und Lebensmittel – ein zugegeben heikles Thema für uns Europäer, denn dabei geht es nicht nur um Standards, sondern vor allem auch darum, dass billigere US-Produkte auf den europäischen Markt kommen –, sondern auch um sehr viel mehr. Angefangen von der Automobilindustrie bis hin zum Handwerker. Sogar für die heimischen Bauern könnten die USA ein neuer Markt werden. Der Teufel steckt wie so oft im Detail. Bei TTIP erleben wir es zum ersten Mal, dass über ein noch nicht abgeschlossenes Freihandelsabkommen öffentlich diskutiert wird. Das ist ein Fortschritt. Fragwürdig bleibt, wer für uns Europäer die Verhandlungen führt. In den Verhandlungen sitzen Vertreter internationaler Konzerne, keine Volksvertreter. Auch darüber sollten wir diskutieren. Denn TTIP könnte eine Chance für unsere vielen Klein- und Mittelbetriebe werden.
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Josef Lankmayer aus Lungau | 11.05.2016 | 18:40   Melden
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