03.05.2016, 08:00 Uhr

Bad Ischler SPÖ feiert den 1. Mai

Zur Feier der Ischler SPÖ anlässlich des 1. Mais kamen viele Besucher und Ehrengäste. (Foto: Lenzenweger)

BAD ISCHL. In der Trinkhalle feierte die Bad Ischler SPÖ bei einem Frühschoppen mit Reden und Ehrungen den 1. Mai und thematisierte dabei auch den Zustand der Partei.

Vizebürgermeister und Parteivorsitzender Sepp Reisenbichler konnte viele Besucher sowie eine Reihe von Ehrengästen begrüßen. Er ging in seinen Ausführung auf die Werte der Sozialdemokratie ein. Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind Werte die nicht in Vergessenheit geraten dürften. "Würden alle in der SPÖ diese Werte auch tatsächlich leben, hätten wir sicher mehr Erfolg in unserer Gesinnungsgemeinschaft", so Reisenbichler. "Vor allem bei der Gerechtigkeit in der Arbeitswelt haben wir noch eine Menge aufzuholen", und meinte damit den gleichen Lohn für gleiche Arbeit und das Überstunden nicht ausbezahlt würden.

Heide setzt auf Bürgernähe

Bürgermeister Hannes Heide wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass es für die SPÖ viele wichtige Themen gibt, um die sie sich annehmen müsse: "Viele Menschen machen Teuerung und Kostendruck zu schaffen, können sich ihr Leben kaum noch leisten. Wenn es aber um die Hypo Alpen Adria, Griechenland oder die Flüchtling geht, dann ist Geld da, so das berechtigte Empfinden." Dass immer noch Wohnplätzen für Behinderte fehlten, sei nicht akzeptabel. Für Bad Ischl setze er auf Bürgernähe, den notwendigen Erhalt und Ausbau der Infrastruktur und Initiativen für leistbares Wohnen. Ziele müssen auch der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und Aktivitäten für alle Generationen sein.

Schopf mit Selbstkritik

Gastredner Nationalratsabgeordneter Walter Schopf ging darauf ein, dass die Forderung nach dem Acht-Stunden-Tag der Auslöser für den Tag der Arbeit vor über 126 Jahren war. I"n Österreich arbeiten wir am fleißigsten in der gesamten europäischen Union. 43 Stunden im Durchschnitt. Über 300 Millionen Überstunden wurden 2015 geleistet. Davon werden nur mehr ein Drittel mit Zuschlägen, eines ohne Zuschläge und ein Drittel gar nicht mehr ausbezahlt."
Sehr selbstkritisch ging er aber auch mit dem Zustand in der Partei um. "Wir müssen es schaffen, wieder in einer Sprache zu sprechen. Vom Kanzler bis zu den Funktionären in der Gemeinde brauchen wir die gemeinsame Überzeugungskraft für unsere Mitbürger", ist sich Schopf sicher. "Leider können wir dadurch auch unsere gute Arbeit in der Koalition nicht positiv an die Bürgerinnen und Bürger vermitteln", erklärte er weiter und ging dabei auf das gutes Gesundheitssystem ein, welches das beste weltweit ist. Auch die soziale Absicherungen durch die Mindestsicherung und die Ausbildungsgarantie für Jugendliche, damit keine junger Mensch auf der Straße landen müsse, seien Themen, die die SPÖ im Parlament durchgesetzt habe.

Ehrung langjähriger Mitglieder

Die Feier zum Tage der Arbeit ist traditionell auch Anlass für Ehrungen langjähriger Mitglieder. So konnten Josef Loidl und Kurt Bamacher für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet werden, Raimund Eisl für 40 Jahre Mitgliedschaft. Helmut Grill, der kürzlich verstorben ist, wäre für 40 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet worden. Ihm wurde bei der Maifeier besonders gedacht.

Fotos: Lenzenweger
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