25.05.2016, 08:00 Uhr

Postleitzahlen sollen in Ischl und Strobl bereinigt werden

Bürgermeister Hannes Heide setzt sich schon seit langem für eine einheitliche Postleitzahl in Bad Ischl ein. (Foto: Stadtamt Bad Ischl)

Langerhoffte Vereinheitlichung nun spruchreif – 5351 soll auf Ischl und Strobl aufgeteilt werden.

BAD ISCHL (pg). Mehrere Anläufe der Ischler Stadtgemeinde sind nötig gewesen: Doch jetzt wird die "Umpostung" der Postleitzahl 5351 konkret. Am vergangenen Montag kamen Vertreter der Post AG, von Bad Ischl, Strobl und St. Wolfgang zusammen, um den Stein ins Rollen zu bringen. "In Bad Ischl gibt es schon lange den Wunsch der Betroffenen, dass ihre Postleitzahl von 5351 auf 4820 umgeändert wird", erklärt Hannes Heide. Vorrangig würde es dabei um Aigen-Voglhub und Haiden gehen. "Die dort lebenden Bürger haben immer wieder Nachteile in Kauf zu nehmen", so der Ischler Ortschef weiter, "da öffentliche Einrichtungen sie aufgrund der Postleitzahl 5351 als Bewohner des Bundeslandes Salzburg zu erkennen glauben und sich daher nicht zuständig fühlen." Aufgrund einer entsprechenden Unterschriftenaktion liegt bereits seit 2008 ein positiver Gemeinderatsbeschluss in Bad Ischl vor. Dieser würde in Strobl und St. Wolfgang noch fehlen, meint Post AG-Pressesprecher Michael Homola: "Erst wenn das in allen drei Gemeinden entschieden ist, kann die Post AG evaluieren, ob eine Bereinigung logistisch Sinn macht." Grundsätzlich stehe man dem Procedere und einer Änderung aber sehr positiv gegenüber. "Sobald alles vorliegt, kann eine Umstellung in unserem System binnen weniger Wochen erfolgen", versichert Homola.

Strobl zeigte Initiative

Die neuerliche Initiative zur Bereinigung wurde dieses Mal von Strobl gestartet. "Wir wollen, dass alle Ortsteile der Strobler Katastralgemeinde auch die 5350 als Postleitzahl haben", erklärt Bürgermeister Josef Weikinger. Die 5351 würde demnach völlig verschwinden. Den benötigten Gemeinderatsbeschluss gäbe es noch nicht, dies soll Weikinger zufolge jedoch bei der nächsten Sitzung nachgeholt werden. "Generell wollen wir für Strobl auch ein neues Hausnummernsystem umsetzen, das dann gemeinsam mit der Postleitzahl-Umstellung realisiert werden könnte", so Weikinger. Er wolle die Bürger damit auch vor einer zweifachen Adressänderung schützen. Obwohl es in St. Wolfgang bereits vor einigen Jahren eine Vereinheitlichung der Postleitzahl gegeben hat, war Bürgermeister Franz Eisl ebenfalls beim Gespräch dabei. "Als direkt angrenzende Gemeinde werden wir den Ischlern und Stroblern in dieser Sache sicherlich keine Steine in den Weg legen", versichert Eisl. "Die Umstellung hat sich für die St. Wolfganger auf alle Fälle bewährt. Daher werde ich meine Empfehlung für einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss bei der nächsten Sitzung abgeben."
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