08.07.2016, 12:23 Uhr

Bezirksgruppenhauptversammlung mit Neuwahlen beim Wirtschaftsbund Schwaz

Das neue Team des WB Schwaz
Fügen: Feuerwerk Holz Binder | Nachdem der Schwazer Wirtschaftsbund Bezirksobmann Franz Hörl vor einigen Wochen zum neuen Tiroler Landesobmann gewählt wurde, wurden Neuwahlen notwendig und dazu am 7. Juli 2016 im Feuerwerk Fügen eine ordentliche Bezirkshauptgruppenversammlung abgehalten. Dazu konnten Obmann Franz Hörl und Landesgeschäftsführer Stellvertreter Patrick Taxacher viele Mitglieder, Ehrenmitglieder, Ausschussobleute und Wirtschaftstreibende in Fügen begrüßen und willkommen heißen. Besonders herzlich willkommen hieß der Obmann die Vertreter des Landes Tirol LHstv Josef Geisler, LAg Kathrin Kaltenhauser und Martin Wex, die stellvertretende Obfrau der Wirtschaftskammer Österreichs Frau Martha Schultz, Bundesrätin Anneliese Junker, die zahlreich erschienenen Bürgermeister aus dem Bezirk Schwaz, sowie den Gastreferenten Univ. Prof Dr Gottfried Tappeiner der Universität Innsbruck.

Nach Grußworten von LHstv Josef Geisler und WK-Vizepräsidentin Martha Schultz hielt Franz Hörl eine eindrucksvolle Rückschau auf insgesamt 4.460 Tage, wie er selbst betonte, als Wirtschaftsbund Obmann des Bezirkes Schwaz. Dabei verwies er auf seinen Werdegang in der Politik als Gemeinderat und Bürgermeister in Gerlos, seine Tätigkeit als Abgeordneter zum Nationalrat und seine nunmehrige Funktion als oberster Seilbahner Österreichs, als Tourismussprecher und jetziger Landesobmann des Wirtschaftsbundes in Tirol. Der Wirtschaftsbund habe sich in vielen Bereichen der Politik eingebracht, lege sehr großen Wert auf eine funktionierende Sozialpartnerschaft, welche in Zeiten wie diesen bei fast 500.000 Arbeitslosen wichtiger denn je sei und meinte, der Bezirk Schwaz sei auch in politischer Hinsicht und insbesondere im Bereich der Wirtschaft sehr gut aufgestellt. Er könne mit Fug und Recht feststellen, ein geordnetes Haus im Wirtschaftsbund Schwaz an seine Nachfolger übergeben zu können.

Für die Wahl zum neuen Bezirksobmann, die unter dem Vorsitz von Ehrenobmann Kom Rat Walter Amor abgehalten wurde, gab es nur einen Wahlvorschlag, welcher am 3. Juli 2016 fristgerecht eingebracht wurde. Als Bezirksobmann wurde Alois Rainer aus Strass i.Z. und als seine Stellvertreter Mag (FH) Martina Entner aus Maurach/Pertisau, MSc Wilfried Erler aus Tux und LAg Mag Martin Wex aus Schwaz schriftlich vorgeschlagen. In einer geheimen und schriftlichen Abstimmung wurde das neue Wirtschaftsbundteam des Bezirkes Schwaz mit großer Mehrheit bestätigt. Der Hotelier und Gastwirt Alois Rainer aus Strass i.Z. ist somit neuer Bezirksobmann des Wirtschaftsbundes Schwaz. Rainer bedankte sich für das ihm und seinen Stellvertretern entgegengebrachte Vertrauen und versprach, sich mit aller Kraf für den Wirtschaftsstandort Tirol und insbesondere für den Bezirk Schwaz einzusetzen.

Als Gastreferent hielt gegen Ende der Bezirksversammlung Univ Prof Dr Gottfried Tappeiner, Volkswirtschafter der Universität Innsbruck, ein sehr interessantes Impulsreferat zum Thema „Unruhige Zeiten, große Chancen-Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Tirol“ und spannte einen weiten Bogen zu den Theman Finanzkrise, Energiewende, TTIP, Brexit etc und ging vor allem auch auf das Thema Jugendarbeitslosigkeit ein. Diese sei, so Prof Tappeiner, ein Faktum, die mit allen Mitteln hintangehalten werden müsse. Überhaupt stelle eine solide und gute Ausbildung einen wichtiger Meilenstein im Leben eines Menschen dar. Krisen, wie jene in der Ukraine und im Norden von Afrika mit den Flüchtlingen, schaffe eine Polarisierung in der Gesellschaft, könne gleichzeitig aber auch eine Chance für die Wirtschaft bedeuten. Die gößte Leistung von Unternehmen in einer Marktwirtschaft sei die Fähigkeit, auf Veränderungen des Umfeldes flexibel und effizient zu reagieren. Je mehr Veränderungen, um so wichtiger seien die Unternehmer. Diese bräuchten jedoch klare und berechenbare Rahmenbedingungen. Die Herausforderungen an die Gesellschaft sei etwa so zu formulieren meinte Prof Dr Tappeiner: „Eine Marktwirtschaft lebt von zwei Überzeugungen. Wer leistet, hat einen Erfolg und meinen Kindern wird es besser ergehen als mir !“ 10 % sind derzeit ohne Schulabschluss, 20 % ohne Berufsausbildung, 20 % erreichen nicht Bildungsstandards. Das heißt auch, das Elternhaus bestimmt die Bildungschance und das ererbte Vermögen dominiert die eigene Leistung. Plakativ wandelte Dr Tappeiner den Spruch: „Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut in etwa ab zur Aussage: Geht’s der Wirtschaft schlecht, geht’s uns allen schlecht.“ Eine funktionierende Wirtschaft ist notwendig, aber auf keinen Fall hinreichend für einen allgemeinen Wohlstand.
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