04.07.2016, 08:52 Uhr

Skater eroberten Spittaler Stadtpark

David Wirnsberger in Aktion (Foto: KK/Obertaxer)

Verein Pusher organisierte Contest; Skateboarden sei "keine Randsportart".

SPITTAL. Der Spittaler Stadtpark war am Samstag fest in Skaterhand. Unter dem Motto "Pushing Stadtpark" zeigten die skatebegeisterten Jugendlichen, was sie auf den "Obstacles" - den Hindernissen - drauf hatten.

Der veranstaltende Verein Pusher ergreift die Gelegenheit, Bilanz zu ziehen: „Das Event war heiß, sportlich anspruchsvoll und am Ende stürmisch. Das aufziehende Gewitter hätte uns fast einen Strich durch die Rechnung gemacht“, lacht Vereinskassier Georg Paier. Vor allem aber war Pushing Stadtpark eine der wenigen Möglichkeiten, in Spittal zu skaten. Nach dem Event wurden die Hindernisse wieder abgebaut, der Skatesport ist damit wieder aus dem Stadtbild Spittals verschwunden. Damit das nur vorübergehend der Fall ist, werde Pusher weiterhin aktiv bleiben und sich für die Interessen der Skatebegeisterten einsetzen, so Paier.

Wichtiges Ehrenamt

Die ehrenamtlich aktiven Vereinsmitglieder haben ganze Arbeit geleistet, um den herrlichen Sommertag zu einem sportlichen Highlight in der Bezirkshauptstadt zu machen. Teamwork wurde dabei großgeschrieben, schildert Gregor Fischer, Schriftführer des Vereins: „Hier wurde mit viel Einsatz und Herzblut geschuftet. Am Ende haben wir gesehen, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben – ein einzigartiges Event von der Jugend für die Jugend. Vielen, vielen Dank an alle, die sich mit uns zusammen in ihrer Freizeit engagieren!“

Boards vom Skateshop

Vom Skateshop Passboard wurden auch Longboards und Surfskates zur Verfügung gestellt, die kostenlos getestet werden konnten. Musikalisch konnte sich der Verein auf die Formation "Dubbing Sun" verlassen, die erneut relaxte, sommerliche Stimmung im Stadtpark verbreitete. Pusher-Obmann Armin Egger wies auch auf die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden Spittal und Seeboden, Sponsoren und Medien hin: „Zu danken ist hier allen, die uns schon seit unserer Gründung vor einem Jahr unterstützen. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen!“

Eigener Skatepark gewünscht

Als Zuschauer fanden sich unter anderem, wie schon bei vergangenen Events, Bürgermeister Gerhard Pirih und Sportstadtrat Andreas Unterrieder ein. Die Stadtpolitik konnte sich erneut von der Popularität des Skateboardens in Spittal überzeugen und fieberte bei den Wettkämpfen sichtlich begeistert mit. Egger zeigte sich erfreut über den Erfolg der Veranstaltung, gab aber auch Anregungen mit auf den Weg: „Beim nächsten Mal würden wir unsere Energie lieber in Innovationen für unsere Teilnehmer investieren, als mühevoll Skate-Hindernisse aus Nachbargemeinden zu importieren oder selbst zu bauen.“

Kein Randsport

Die Problematik der fehlenden Infrastruktur, sprich die Inexistenz eines Skateparks in der Stadt, bleibt also weiterhin brandaktuell. Egger weiter: „Skatesport ist kein Randsport, das haben unsere drei Events im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen. Nette Worte von der Politik sind zwar eine schöne Anerkennung für uns, aber nun müssen endlich Taten folgen. Die Sportlerinnen und Sportler haben es ganz generell, aber auch mit ihren tollen Leistungen hier und heute verdient, täglich im Raum Spittal skaten zu können.“ Nach zahlreichen Gesprächen, Planungsschritten und Ortsaugenscheinen müsse nun die Errichtung eines Skateparks endlich konkret angegangen werden.

Contest mit 30 Teilnehmern

Rein sportlich klappt es in Oberkärnten bereits blendend: Im Anschluss an das freie Training konnten die 30 Teilnehmer im Rahmen der Contests ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Nach durchgängig hochklassigen Vorstellungen in den Best Line Bewerben, bei denen die Gesamtperformance auf verschiedenen Hindernissen bewertet wird, konnten Michael Kohlmaier, Bryan Mocavero und Sandro Asslawer die ersten drei Plätze bei den unter 16-Jährigen belegen. In der Klasse über 16 setzte sich Kevin Ganz vor Lukas Mölzer und Manuel Oschgan durch. Alissa Fessl trat als erste weibliche Teilnehmerin bei einem Pusher-Bewerb an, auch das sieht Egger als Erfolg. Den krönenden Abschluss bildete der Best Trick Contest, bei dem möglichst schwierige Tricks sauber gestanden werden müssen. Daniel Lugger triumphierte hier in der Kategorie unter 16, Livio Tomassetti setzte sich bei den über 16-Jährigen durch.

Skatesport etablieren

„Wir werden weiterhin alles daransetzen, den Skatesport in Oberkärnten weiter zu etablieren – alles andere wäre in Anbetracht der vielen Talente in der Region unverantwortlich.“, ist sich der Vorstand von Pusher einig.
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