05.10.2016, 10:34 Uhr

Immer mehr Einbrüche bei Tag

Mit Kriminalprävention und Aufmerksamkeit gegen das Verbrechen.

SPITTAL (pgfr). In den letzten zwei Jahren veränderte sich die typische Zeit der Einbrüche, von Dämmerungseinbrüchen auf den späten Vormittag und frühen Nachmittag. "Wir vermuten, der Grund dafür ist", so Kriminaldienstreferent Hannes Micheler, "weil die Täterschaft unbemerkbarer agieren kann". Die Tatsache, dass sich die Bevölkerung immer mehr mithilfe von Alarmanlagen und Bewegungsmeldern schützt, erschwert den Einbrechern die Tat in den Abendstunden.

Sicherer Bezirk
Die absoluten Zahlen von Einbrüchen in Spittal sind sehr niedrig. "Spittal gilt als sicherer Bezirk", so Micheler. Die kärntenweite Statistik besagt erfreulicherweise auch einen Rückgang bei Wohnungs- und Wohnhaus-Einbrüchen. Diesbezüglich positiv ist, dass Spittal nicht direkt an einer Landesgrenze liegt. "Täter suchen sich leichte und kurze Anbindungen zu Autobahnen", so Hannes Micheler von der Bezirkspolizeidirektion Kärnten.

Licht brennen lassen
Einfach, aber effektiv ist Licht. Kann die Täterschaft zwischen einem beleuchteten und einem nicht beleuchteten Haus wählen, wird sie ganz bestimmt das unbeleuchtete für ihr Vorhaben vorziehen.

Was hilft noch
Ein Hund als Haustier und ein dementsprechendes Schild beim Eingang schreckt Täter ab. "Ein Foto vom Vierbeiner ist einem vorgedruckten Schild vorzuziehen. Es macht glaubwürdiger und ist wirkungsvoller", so Micheler. Weiters, rät die Polizei, im Außenbereich keine Gegenstände belassen, die dem Täter helfen könnten. Eine Leiter könnte so ein Gegenstand sein. Es versteht sich weiters von selbst, dass der Haustürschlüssel unter der Fußmatte oder im Blumentopf nichts verloren hat. "Wirkungsvoll sind oft einfache Sachen. Auch Kamera-Atrappen können für Abschreckung sorgen", berät der Polizist.

Begehrtes Einbruchsgut
"Meistens verschafft sich die Täterschaft den Zugang durch Aufbrechen eines nicht einsichtigen Fensters. Das hängt von der Qualität des jeweiligen Fensters ab, funktioniert aber in den meisten Fällen", so Kriminaldienstreferent Micheler. Zum Einbruchsgut zählen in erster Linie Bargeld und Schmuck. "Etwas, was leicht zu Geld zu machen ist", heißt es seitens der Polizei. "Wertvolle technische Geräte sind dazu eventuell noch zu nennen. Kunst- und Gemälde-Diebstähle kommen kaum vor."

Nichts berühren
Einbrecher bereiten sich in der Regel einen Fluchtweg vor. Sie öffnen sich die Terrassentür oder ein uneinsichtiges Fenster, damit sie, sollte jemand nach Hause kommen, schnell flüchten können. Wenn es dennoch zu einem Kontakt mit der Täterschaft kommt, ist man gut beraten sich auf keine Konfrontation einzulassen, sich zurückzuziehen, eventuell das Haus wieder verlassen, um sofort die Polizei anzurufen. Wichtig ist für die Spuren-Sicherung nichts anzugreifen, alles unangetastet zu belassen.

Ein typisches Täterprofil kann nicht erstellt werden, jedoch vermutet die Polizei, dass meistens ein Zweiter in die Tat involviert ist. Zu den Sicherheitsvorkehrungen innen zählt ein eingemauerter oder gut versteckter Tresor.
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