31.08.2016, 12:41 Uhr

Universitätsklinikum St. Pölten: Baufortschritt, der sich sehen lässt

Der Leiter der Abteilung Projektmanagement für Bauangelegenheiten Wolfgang Lengauer, Bürgermeister Matthias Stadler und der kaufmännische Direktor Bernhard Kadlec bei der Baustellenbesichtigung. (Foto: Josef Vorlaufer)

Die Bauarbeiten für Haus C und G am Universitätsklinikum St. Pölten liegen im Zeitplan.

ST. PÖLTEN (red). Mit dem Bau des Hauses C am Universitätsklinikum St. Pölten am ehemaligen Dunantplatz läuft das derzeit größte Krankenhausprojekt Niederösterreichs. Das im Frühjahr 2014 begonnene Bauprojekt des Hauses C ist zum jetzigen Zeitpunkt bereits weit fortgeschritten. Auf insgesamt 8 Ebenen und einem zusätzlichen Haustechnikgeschoß sowie einer Hubschrauberplattform bietet der Neubau mit einer Höhe von 27 Metern eine Nutzfläche von mehr als 65.000 Quadratmeter. Bereits im Herbst 2017 soll Haus C in Probebetrieb gehen und schon ab 2018 für den Regelbetrieb zur Verfügung stehen.

Parallel dazu wird seit dem Frühjahr 2016 Haus G als eigenständiger Sonderbau geschaffen und bildet den Verbindungskörper zwischen Haus C und Haus A/B. Die Inbetriebnahme des Hauses G (Gesundheitsstraße) erfolgt in 2 Phasen. Der größere Teil mit der neuen Haupteingangsachse wird gemeinsam mit dem Haus C ab Anfang 2018 in Betrieb genommen, sowie der kleinere Teil nachfolgend dem Abbruch des Pavillon 2 etwa Mitte 2019. Für das Krankenhaus der Zukunft wird jedenfalls kräftig investiert. Rund 205 Millionen Euro fließen direkt ins Haus C, mehr als 510 Millionen Euro in den Gesamtausbau des Standortes St. Pölten.

Baufortschritt, der sich sehen lässt

Für die Bauarbeiten am Haus C werden insgesamt ca. 66.000 m³ Beton, 10.750 Tonnen Bewehrungsstahl, 150.000 m² Schalung benötigt und es werden rund 110.000 m³ Erde ausgehoben. Im Haus C werden schon seit längerem der Innenausbau sowie die Außenarbeiten vorangetrieben. Der Rohbau von Haus G ist vor kurzem im Erdgeschoß angelangt. Im Inneren des Hauses C sind derzeit bis zu 350 Arbeiter gleichzeitig mit Installations- und Ausbauarbeiten beschäftigt. Die Einbringung des Estrichs ist in der finalen Phase angelangt, was zur Folge hat, dass alle Funktionsbereiche mit Fußbodenheizung versorgt und somit für den Innenausbau in den Wintermonaten gerüstet sind. Aktuell beginnen auch die Montagearbeiten der Stahlkonstruktion für den Hubschrauberlandeplatz in Ebene 7.

Barrierefreiheit an oberster Stelle

Durch die Integration des Club 81, dem Club für Behinderte und Nichtbehinderte, in die Bauplanung am Universitätsklinikum St. Pölten, werden gemeinsam zielgruppengerechte Baumaßnahmen erarbeitet und größtmögliche Barrierefreiheit sichergestellt. In den Tiefgeschossen entstehen auf zwei Ebenen 255 PKW- Abstellplätze für PatientInnen und BesucherInnen bieten. Es werden Familienparkplätze, Parkplätze für Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie Parkplätze mit Ladestationen für Elektroautos zur Verfügung stehen. Des Weiteren gibt es einen Fahrradkeller für MitarbeiterInnen mit direkter Anbindung an das öffentliche Radwegenetz.

Miteinbeziehung der MitarbeiterInnen

„Bei der gesamten Planung haben wir den Erfahrungsschatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genutzt. Die stetige Evaluierung aller Details in über 300 Planungsbesprechungen mit den künftigen Nutzern stellt die zukunftsweisende Umsetzung sicher. Größtes Augenmerk wurde dabei auf die Patientenströme und die funktionelle Ausrichtung der interdisziplinären Bettenstationen, Ambulanzen und OP-Bereiche gerichtet“, so Mag. Dr. Bernhard Kadlec, Kaufmännischer Direktor am Universitätsklinikum St. Pölten, gemeinsam mit dem Projektverantwortlichen der NÖ Landeskliniken-Holding.

Erste Einblicke für Interessierte

Ein zukünftiges Patientenzimmer von Haus C steht bereits in der Musterraumzelle vor dem Haupteingang des Universitätsklinikums St. Pölten zur Besichtigung zur Verfügung. Jeden Dienstag von 12 bis 13 Uhr ist das 25 m² 2-Bett-Musterpatientenzimmer öffentlich zugänglich. Das Team Projektmanagement für Bauangelegenheiten am Universitätsklinikum St. Pölten steht dabei vor Ort für alle Fragen zur Verfügung.
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