19.08.2016, 07:00 Uhr

"Heimische Medien fehlen nie am Tisch"

(Foto: ORF/Thomas Ramstorfer)

ORF-Moderatorin Susanne Schnabl aus Glanegg über ihre Arbeit, soziale Medien und Kärnten.

GLANEGG, WIEN. Im ORF moderiert sie heuer die "Sommergespräche" und fühlt heimischen Politikern auf den Zahn. In der WOCHE spricht Susanne Schnabl auf der anderen Seite des Interviews über ihren Job, Social Media und ihre Heimat Glanegg.

WOCHE: Sie moderieren heuer die „Sommergespräche“ im ORF. Wie gefällt Ihnen diese Aufgabe?
SCHNABL-WUNDERLICH: Die Aufgabe ist herausfordernd, aber so viel Zeit für Interviews wie bei den Sommergesprächen bekommt man selten, um Fragen zu stellen. Daher freue ich mich auf jedes einzelne Gespräch.

Wie geht es Ihnen auf der „anderen Seite“ als Interviewte?
Mein bevorzugter Platz ist jener der Fragestellerin. (lacht)

Wie leicht/schwer ist es für Sie, in den – meist politisch orientierten – Interviews professionell und objektiv zu bleiben bzw. die eigene Meinung zurückzuhalten?
Das ist mein Beruf und daher selbstverständlich. Alles andere wäre unprofessionell.

Welche Herausforderungen bringen die Gespräche mit den Politikern mit sich?
Das ist von Gesprächspartner zu Gesprächspartner ganz unterschiedlich und hängt von der Bereitschaft ab, Fragen beantworten zu wollen.

Sie moderieren außerdem schon länger die Sendung Report.
Gibt es irgendetwas, was Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Unsere 100-minütigen Österreich-Report-Sendungen im Hauptabend waren eine Herausforderung, die vom Publikum mit großem Interesse belohnt wurden.

Sie haben in ihrer Arbeit beim ORF über die Jahre schon viel Erfahrung gesammelt. Zu sehen sind sie nur vor der Kamera. Was steckt sonst noch dahinter?
Tagelange Vorbereitungen, Recherche, Faktensuche und ein großartiges Team.

Wie sehr nutzen Sie soziale Medien?
Finden Sie es gut, als Journalist seine Meinung über soziale Medien nach außen kundzutun?
Sie erweitern Perspektiven durch viele andere Meinungen. Nur die Aufgeregtheit und manchmal die Hysterie finde ich bedenklich sowie das offenbare Fallen von Grenzen, wenn es in Gehässigkeit bis Hass umschlägt.

Sind Sie oft in Kärnten? Wo sind Ihre Lieblingsplätze?
Sehr oft mit den Kindern. Wir haben hier ein Haus im Glantal und verbringen fast jedes zweite Wochenende und die Ferien hier.

Wie würden Sie die Medienlandschaften in Kärnten und in Wien vergleichen?
Die ist schwer vergleichbar aufgrund der unterschiedlich großen Zahl an Zeitungen und Magazinen. Aber Kärntner Medien fehlen bei mir nie am Schreibtisch, denn ich will natürlich wissen, was zu Hause los ist.
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