08.03.2016, 12:44 Uhr

Ein Jahr Powerregion: Acht Gemeinden ziehen an einem Strang

(Foto: TIC Steyr)

Acht Gemeinden sind sich einig: Der Erfolg einer Region ist planbar und gestaltbar

BEZIRK.. Vor einem Jahr wurde die Powerregion Enns-Steyr aus der Taufe gehoben. Ein Jahr danach zogen die Bürgermeister der acht Gemeinden bei einem Powerabend im Stift St. Florian kürzlich eine erste Bilanz. Die Zusammenarbeit klappt, gemeinsame Leitlinien in der Raumordnung wurden entwickelt und erste Standorte für gemeinsam zu vermarktende Betriebsansiedelungen sind definiert.
„Vor allem sind sich alle Beteiligten aus den Städten und Gemeinden der Region einig. In einer nachhaltigen regionalen Entwicklung wie auch im weltweiten Standort-Wettbewerb geht es nur gemeinsam“, stimmen Christian Kolarik, Bürgermeister von Kronstorf und Sprecher der Powerregion sowie Gerhard Hackl, Bürgermeister von Steyr und Stv. Sprecher der Power Region überein. Kraft für das Vorgehen holten sich die Verantwortlichen der acht Kommunen beim Powerabend vom Regionalplanungsexperten Gerald Mathis (Institut für Standort-, Regional-, und Kommunalentwicklung). Die Essenz aus dessen beeindruckendem Vortrag über die unterschiedliche Performance von Kommunen und Regionen: Der Erfolg und das nachhaltige Gedeihen von Regionen ist kein Zufall und nicht ausschließlich von externen Faktoren bestimmt. Er ist planbar und gestaltbar.
Es geht um den hochwertigen Lebensraum und um zukünftige Arbeitsplätze bzw. Betriebsflächen für die Region
Dass es dabei nicht ausschließlich um ein attraktives Angebot von Betriebsbauflächen geht, geht aus dem Vortrag der Experten ebenso hervor. Wenn Lebensräume vorhanden, die Ökologie intakt ist und auch ländliche Räume ein attraktives Lebensumfeld bieten, besteht die Chance auf Prosperität. Kolarik: „Genau darauf zielt die Powerregion ab: Wir kooperieren bei der Regionalentwicklung, in der Regionalplanung und bei der Betriebs- und Standortentwicklung. Die geordnete und nachhaltige Entwicklung von hochwertigen Natur-, Landwirtschafts-, Wirtschafts-, Wohn- und Freizeitflächen entlang der B309 ist unser Ziel.“ Hackl ergänzt: „Die acht Gemeinden bestehend aus Asten, St. Florian, Enns, Hargelsberg, Kronstorf, Dietach, Steyr und Wolfern werden bei ihren Aktivitäten vom TIC Steyr mit Walter Ortner als Geschäftsführer, der Business Upper Austria, dem Regionalmanagement OÖ wie auch der Abteilung Raumordnung des Landes unterstützt. Das ist ein innovativer, neuer Ansatz, der alle Beteiligten an einen Tisch bringt und Wege abkürzt.“
„Ein Jahr Powerregion bestätigt: In der Regionalentwicklung geht es nur mehr gemeinsam, das gilt auch für uns als größte Stadt in dieser Region. Die Powerregion ist sicherlich ein Erfolgsrezept für die Zukunft", so Steyrs Bürgermeister Gerald Hackl.
„Wir haben als Gemeinde am Stadtrand von Steyr sicherlich einen Standortvorteil, aber auch wir wissen: Kleine Gemeinden sind letztendlich überfordert, sie können preislich von Ansiedlern ausgestochen werden. Besser ist es, nur einen kleinen Teil der Kommunalsteuer zu erhalten, dafür aber gemeinsam Unternehmen in die Region zu holen", ergänzt Johannes Kampenhuber, Bürgermeister von Dietach.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.