31.08.2016, 09:00 Uhr

Ohne Hilfe geht es nicht

Am Sonntag wurde Pater Emil verabschiedet. Schönberg wird nun auch Teil des Seelsorgeraumes Stubai.

SCHÖNBERG. "Ich feiere heute kein Fest, aber auch keinen Trauergottesdienst" – so eröffnete Pater Emil seinen letzten Gottesdienst in Schönberg – der Gemeinde, in der er 15 Jahre wirkte. Mit seiner Verabschiedung, die am Sonntag im Beisein von zahlreichen Vertretern der Gemeinde (wie Bürgermeister Hermann Steixner) sowie der Schützenkompanie, der Musikkapelle und der Feuerwehr Schönberg gefeiert wurde, geht eine Ära zu Ende: Seit dem Jahr 1979 wirkte der Franziskanerorden in Schönberg. Mit dem Abschied von Pater Emil wird nun auch Schönberg ab 1. September zum Seelsorgeraum Stubai hinzugefügt. Für das ganze Tal ist nun noch ein einziger Pfarrer zuständig: Pfarrer Josef Scheiring.

"Allein nicht zu bewältigen"

Mit der Tatsache, dass Schönberg nun auch dem Seelsorgeraum Stubai beigefügt wurde, sind auch einige Veränderungen verbunden. Pfarrer Josef Scheiring betont vor allem die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Helfer: "Natürlich wäre eine ansprechende seelsorgliche Betreuung für einen einzigen Pfarrer nie und nimmer zu bewältigen. In den priesterlichen Aufgaben kann ich auf einen Vikar aus Polen, auf einen einheimischen Aushilfspriester und einen Salesianerpater bauen. Natürlich reicht auch das nicht aus, wenn ich die Fülle der Aufgaben betrachte, die uns erwartet. Deshalb stehen mir auch Diakone und Pfarrkuratoren zur Seite. Hätten wir nicht in jeder Pfarre so viele Ehrenamtliche, die sich für die gute Sache einsetzen, wären wir auch mit dieser Mannschaft gänzlich überfordert."

Veränderungen stehen an

In Zukunft wird es nicht mehr möglich sein, sowohl am Samstag als auch am Sonntag in jeder Pfarre eine Messfeier zu feiern. In der Regel wird nur mehr eine Messfeier pro Pfarre stattfinden. Es sollen aber vor allem auch andere Gottesdienstformen gepflegt werden, so Pfarrer Scheiring: "Neben Wortgottesfeiern sollen auch feierliche Vespern, Andachten und Gebete ihren Platz haben."
Des Weiteren kann es an Festtagen, Prozessionen und kirchlichen Feiertagen vorkommen, dass sich die Gottesdienstzeiten ändern.
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