30.09.2016, 07:59 Uhr

Botschafter der Friedensglocke werden am 9. Oktober gefeiert

Anneliese und Günther Stecher (Foto: Freundeskreis der Friedensglocke)

Feierstunde zu Ehren der Botschafter der Friedensglocke des Alpenraumes 2016 am, Sonntag, 9. Oktober um 14 Uhr im Hotel Inntalerhof in Mösern/Telfs.

TELFS. Alljährlich werden Botschafter der Friedensglocke ernannt: Menschen und Organisationen, die sich durch ihren vorbildlichen Einsatz für die friedliche Zukunft im Alpenraum und darüberhinaus einsetzen, werden in einem Festakt der ARGE ALP, des Landes Tirol und der Marktgemeinde Telfs für ihr Engagement gewürdigt. So auch 2016.

Großoffizier Ing. Engelbert Pfurtscheller aus der Komturei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem hat über Jahre eine Aktion zugunsten der Bauern in den Palästinensischen Autonomiegebieten in Taybeh aufgebaut. Biologisch angebautes und kalt gepresstes Olivenöl wird in mühsamer Handarbeit von der Bevölkerung für den Eigenbedarf und den Export hergestellt. Eine beachtliche Menge wird von Ing. Pfurtscheller importiert und im Advent in Tirol zum Verkauf angeboten. Dadurch kann die Bevölkerung aus dem Westjordanland einen soliden Preis für ihre harte Arbeit unter schwierigsten politischen und sozialen Bedingungen erzielen. Der lateinische Patriarch von Jerusalem Fouad Twal schätzt diese Form der Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort als richtungsweisende Initiative für Palästina.

Anneliese und Günther Stecher gestalten seit 13 Jahren das Afra-Fest in Affenhausen. Die namhaftesten Tiroler Künstler erstellen in der Steindruckerei Stecher & Stecher hochwertige Benefiz-Lithographien in begrenzter Auflage. Der Erlös des Verkaufes geht zur Gänze an die Tiroler Frauenhäuser und den Verein „Frauen helfen Frauen“. Eine imposante Summe von über € 350.000 wurde dadurch in den 13 Jahren erzielt. Das Gartenfest mit der Festmesse durch Abt German Erd trägt die unverkennbare Handschrift von Anneliese Stecher und ist jährlich ein vielbesuchter Treffpunkt der Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft.

Gerda und Adi Werner von der Bruderschaft St. Christoph können auf ein imposantes Lebenswerk verweisen: Das 571 Jahre alte Hospiz brannte 1957 ab. Nach dem Wiederaufbau durch Arnold Ganahl übernahmen Gerda und Adi Werner die Agenden der Bruderschaft mit damals 126 Mitgliedern. Als 1977 durch den Bau des Arlbergtunnels 18 Väter tödlich verunglückten, entstand eine große Welle der Hilfsbereitschaft zugunsten der 64 Halbwaisen, deren Ausbildung finanziell abgedeckt werden konnte. Damals waren es 4.800 Mitglieder, derzeit verweist die Bruderschaft auf ca. 21.500 Schwestern und Brüder. Dadurch werden laufend vornehmlich alleinerziehende Mütter im Alpenraum, vernetzt mit den Gemeinden und caritativen Institutionen unterstützt. Mit Begeisterung erledigt im Hintergrund Gerda Werner freiwillig und unentgeltlich die Administration dieses so fruchtbaren Hilfswerkes.

Den Abschluss der Feierstunde bildet wiederum das festliche Geläute der Friedensglocke, bei dem der vielen Helfer in diesen Institutionen, aber auch der hilfsbereiten Menschen in stiller Solidarität mit den Menschen in Not gedacht wird.
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