18.03.2016, 10:55 Uhr

Start in den Frühling beim Verband der Tiroler Obst- und Gartenbauvereine

Landesobmann Rupert Mayr (ganz rechts), LO-Stv. Doris Haidlen (4. v. r.), GF Manfred Putz (ganz links) und Kassier Helmuth Stubenvoll (2. v. l.) freuten sich mit den Ausgezeichneten über die höchste Ehrung des Verbandes, die Anton-Falch-Medaille. (Foto: Karin Bachmann)

Für die Obst- und Gartenbauvereine hat der Frühling bereits begonnen: Die traditionell Mitte März stattfindende Delegiertentagung läutet für die Mitglieder alljährlich die grüne Jahreszeit ein. Sie ist der Startschuss für das kommende Gartenjahr und fand heuer am 11. März in der Trofana in Mils bei Imst statt. Dabei wurde über die Schwerpunkte des vergangenen Jahres und die Vorhaben für die nächste Zukunft gesprochen.

REGION. Bei der Veranstaltung wurde einmal mehr deutlich, dass sich der Landesverband längst von der reinen Interessengemeinschaft zu einer großen Plattform für Garten- und Naturinteressierte in Tirol entwickelt hat. Er vereint mehr als 21.000 Mitglieder unter 114 einzelnen Obst- und Gartenbauvereinen sowie eine Vielzahl von unterschiedlichen Interessen. Unter dem Dach des Verbandes treffen Kräuterkenner auf Rosenliebhaber, Baumwärter auf Obstspezialisten, Bauern auf Hobbygärtner oder Vogelkundler auf Bienenfreunde. Alle eint das gemeinsame Interesse an der Natur in der direkten Umgebung des Menschen und sie alle finden in den Obst- und Gartenbauvereinen fachlichen Input und persönlichen Austausch.
Landesobmann Rupert Mayr formuliert dies so: „Auf dass es blüht, die Vögel singen, die Kinder lachen. Und wir sind mittendrin“. Mit seiner Freude auf die kommende Gartensaison steckt er alle an. Dabei gibt es Projekte mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten.

Ausbildung und Projekte im Verband

Geschäftsführer Manfred Putz berichtet über Baumpflanzaktionen. Im letzten Jahr wurden 167 Obstbäume gesetzt. Heuer werden 800 Stück in drei Bezirken folgen. Die Bäume sollen langfristig gut gepflegt werden. Deshalb gehört eine nachhaltige Baumwärterausbildung zum Gesamtkonzept. Sie wird wie gewohnt fortgeführt: Dabei werden jedes Jahr zwischen 35 und 40 Obstbaumspezialisten umfangreich ausgebildet.
LO-Stellvertreter Clemens Enthofer berichtet über „Garteln im Kloster“. Die Haller Kreuzschwestern hatten Teile ihres Gartens jungen Familien zur Verfügung gestellt. Das Projekt lief im letzten Jahr an und wird stetig weiterentwickelt. Im Obstanger wurden beispielsweise Bäume gepflanzt, die dann wieder zur Baumwärterausbildung zur Verfügung stehen werden.

„Sehnsucht Garten“

LO-Stellvertreterin Doris Haidlen aus Telfs stellte „Sehnsucht Garten“ vor. Dabei werden grenzübergreifend rund 30 Personen aus den Vereinen aus Tirol, Salzburg, Bayern und Vorarlberg zu Projektleitern ausgebildet. In der umfangreichen, zweijährigen Schulung lernen sie, selbständig Projekte rund um das Thema Garten zu entwickeln und umzusetzen.

Heimische Wildgehölze

Ein weiterer, über mehrere Jahre angesetzter Schwerpunkt sind heimische Gehölze für den Hausgarten. Dazu konnte die Fachfrau und Biologin Maria Siegl gewonnen werden. Sie wird gemeinsam mit den Obst- und Gartenbauvereinen, Tiroler Forstgärten und Gartenbaubetrieben die Voraussetzung dafür schaffen, dass in den Tiroler Gärten wieder mehr heimische Wildgehölze wachsen.

Ehrungen im Verband der Tiroler Obst- und Gartenbauvereine

Höhepunkt der Delegiertentagung war die Verleihung der höchsten Auszeichnung des Verbandes, der Anton-Falch-Medaille, an 14 verdiente Persönlichkeiten. Außerdem wurden Virgens Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler und der Prutzer Altbürgermeister Walter Gaim für ihre Verdienste besonders mit einem Dankeschön geehrt. Der achtungsvolle Umgang des Verbandes seinen Mitgliedern und Multiplikatoren gegenüber beeindruckte einen Ehrengast besonders. LK-Vizepräsidentin Helga Brunschmid gefiel diese „Wertschätzung“. Sie freute sich über die verbindende und interdisziplinäre Tätigkeit des Verbandes im Sinne der „Landwirtschaft, Imker und Gartler. Ihr seid echte Kulturträger!“

Die Anton-Falch-Medaille erhielt übrigens u.a. aus unserer Region Renate Brunner aus Telfs
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