28.07.2016, 08:43 Uhr

ÖSV- Kombinierer schwitzen und frieren in Seefeld und Villach

Ein Aufenthalt in der Kältekammer in Seefeld verspricht eine schnelle Regeneration für die ÖSV-Kombinierer. (Foto: ÖSV/Derganc)

Diese Woche steht für alle drei Trainingsgruppen der ÖSV-Kombinierer ein dicht gedrängtes Programm an der Tagesordnung. Während die zweite und dritte Trainingsgruppe in Villach und Planica an ihrer Sprung- und Laufform feilen, verbringen die Schützlinge von Cheftrainer Christoph Eugen die Woche in Seefeld.

SEEFELD. Insgesamt 4 Sprungeinheiten absolviert die Mannschaft auf den Schanzen von Stams, Garmisch und Innsbruck. Neben Einheiten auf der Rollerstrecke in Seefeld nahmen die Athleten ebenso eine Bergetappe aufs nahe gelegene Rangger Köpfl in Angriff, heute Donnerstag steht neben dem Sprungtraining eine Bergtour auf die Reither Spitze an der Tagesordnung. Krafttrainingseinheiten rundeten das Wochenprogramm ab.

Besuch in der Kältekammer bei -110 Grad verschafft Abkühlung

Zur besseren Regeneration nach diesen intensiven Einheiten stand den Athleten die Kältekammer des Alpenhotels in Seefeld zur Verfügung. Dabei begibt man sich zunächst in zwei Vorkammern mit -10 bzw. -60 Grad zur Akklimatisierung und zum verdampfen der Restfeuchtigkeit auf der Haut. Anschließend geht man weiter in die eigentliche Hauptkammer, in der -110 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von nahezu 0% herrscht. Bekleidet ist man dabei nur mit Badehose, Schuhen, Handschuhen und Stirnband, die Verweilzeit in der Kammer beträgt bis zu 4 Minuten.

Für Langlauftrainer Jochen Strobl ist es das ideale Instrument zur Unterstützung der Regeneration für seine Schützlinge: „Wir befinden uns gerade in einer sehr intensiven Vorbereitungsphase, deshalb kommt uns jegliche Art, wie wir die Regeneration unterstützen können, sehr gelegen. Die Kältekammer ist dafür ideal und wir nehmen sie gerne in Anspruch, von den Athleten habe ich bisher viel positives Feedback gehört.“

Für den Inzinger David Pommer, der den Großteil seiner Zeit in Seefeld trainiert, ist die Kältetherapie eine hervorragende Ergänzung zum Training: „Die Kältekammer ist ein neuer Akzent in Sachen Regeneration, den wir diesen Kurs gesetzt haben. Es ist schön zu sehen, welche vielfältigen und professionellen Möglichkeiten wir hier in Seefeld und Umgebung zum Trainieren haben. Auch wenn wir diesen Sommer nicht Gefahr laufen, zu überhitzen, ist es eine super Sache. Es tut dem Körper gut und du fühlst dich danach wirklich frisch. Und bei den tiefen Temperaturen steigt auch gleich die Vorfreude auf den Weltcupauftakt in Finnland. Dort ist es zwar nicht so extrem, aber auch sehr kalt.“

Auch Weltmeister Bernhard Gruber „genoss“ den Kurzaufenthalt in der Kammer: „Am Anfang war ich schon etwas nervös, so kalt hat man es nicht alle Tage. Die paar Minuten waren dann wirklich lang und zum Schluss hat es schon einiges an Überwindung gekostet. Das Gefühl danach war aber einfach nur super. Da drin war ich definitiv nicht das letzte Mal."

Video zum Aufenthalt in der Kältekammer:
https://youtu.be/ENwyuhzoins
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