28.06.2016, 14:56 Uhr

Gemeinsam für ein Glücksgefühl

(Foto: Odo Stierschneider)
HALLEIN/RIF (sys). Heuer veranstaltet der Salzburger Behinderten-Sportverband (BSV Salzburg) zum 25. Mal die jährlich stattfindenden, vielfältig angelegten Behinderten-Sporttage. Aus diesem Anlass stand im Landessportzentrum Rif das Groß-Trampolin-Springen für Menschen mit Behinderung auf dem Programm. Durchgeführt wurde es vom eingetragenen Verein Halleiner Behinderten-Sportclub Jugend (BSC-Jugend), der unter Leitung von Obfrau Christiane Dorfner, Lehrwart für behinderte Menschen, steht. Christiane Dorfner ist erfolgreiche Turnerin beim Halleiner Turnverein, sie trainiert auch die Mädchen des HTV im Alter von 6 – 10 Jahren und ab 10 Jahre.

Der BSC-Jugend widmet sich der Motorikschulung sowie dem Konditionstraining und wendet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung. Kursort ist normaler Weise die barrierefreie Turnhalle der Hauptschule Burgfried-Hallein, die Kurszeit ist jeweils für Dienstag von 16:00 – 17:30 Uhr und von 17:30 – 18:30 Uhr angesetzt. Der Jahresbeitrag beträgt 60.– Euro. Der Verein BSC-Jugend wendet sich an Mentalbehinderte, Cerebralparetiker, Rollstuhlfahrer und Gehörlose. Nach den Sommerferien beginnt am 20. September wieder der Turnbetrieb. Schnuppern ist jederzeit erwünscht!

Das Groß-Trampolin-Springen stellte die behinderten Teilnehmer vor beachtliche Herausforderungen, die jedoch dank der Mithilfe und Unterstützung von erfahrenen Helfern und Helferinnen souverän bewältigt wurden. Zuerst galt es, entlang zwei schräg verlaufender Holzbalken das Groß-Trampolin zu erklimmen, oben angekommen, galt es auf der elastischen Unterlage bei kleinen Sprüngen und großen Schritten das Gleichgewicht zu halten. Schließlich ging es zur andern Seite, wo wieder zwei glatt polierte schräge Holzbalken eine besondere Herausforderung darstellten: es galt sich niederzuknien, sich auf die Holzbalken zu legen und dann hinunterzurutschen. Alle diese Herausforderungen wurden von den behinderten Teilnehmern und Teilnehmern mit Bravour gemeistert – das anschließende Glücksgefühl war aus ihren Gesichtern ablesbar.

Als routinierte Helfer und Helferinnen agierten neben Obfrau Christiane Dorfner ihr Mann Erwin Dorfner, ihre Töchter Cornelia und Kerstin sowie ihre Schwiegertochter Carmen Wolfmayr. Womit wir einer respekteinflößenden und besonders vorbildlichen Familien-Initiative auf der Spur sind: Die Familie Dorfner ist bereits seit 1998 im Dienste des Sportes für Behinderte tätig. Da wird aber in zwei Jahren sicher ein stolzes Jubiläum fällig! Als engagierte Helfer und Helferinnen standen beim Groß-Trampolin-Springen im Landessportzentrum Rif auch Brigitte Hofbauer (Schriftführerin des BSC-Jugend), Karin und Franz Mages und Anni Gsenger im Einsatz.
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