02.05.2016, 16:07 Uhr

Üben, üben, üben --- Sicherheit für Badegäste und Bademeister

Ausbildungsgruppe aus Herzogenburg und Tulln
Tulln an der Donau: Donausplash Tulln | Rechtzeitig, vor Beginn der Badesaison in den Freibädern und Seen, haben die Stadtgemeinden Tulln und Herzogenburg ihre Bademeister und Saisonfachkräfte zur Aus- und Fortbildung zu einem Lehrgang der Wasserrettung Tulln (ÖWR-Tulln) entsendet.
11 Männer und 1 Frau, ließen sich durch die Rettungsschwimmer Adrian Hörtl und Christoph Einsiedl im Umgang mit Präventions- und Rettungsmaßnahmen sowie Rettungsgeräten schulen. Neben den in allen Bädern vorhandenen Schwimmreifen, die im Notfall zugeworfen werden können, wurden auch nicht so bekannte dafür aber umso wirksamere Rettungsgeräte erklärt und geschult. Der Gurtretter, auch bekannt als „Tube“, löst dabei die aus amerikanischen Fernsehserien bekannte „Boje“ („Baywatch Boje“) immer häufiger ab und spielt bei der modernen Bäderüberwachung eine große Rolle. Es handelt sich dabei um einen geschäumten Auftriebskörper (siehe Bild 4), der (fast) unsinkbar, und an einem Seil mit dem Retter verbunden ist.
Der Rettungsschwimmer zieht den Gurtretter auf dem Weg zum Verunfallten hinter sich her. Wenn der Retter beim Verunfallten angekommen ist, kann er diesem den Gurtretter zuwerfen, um eine Umklammerung zu vermeiden. Der Verunfallte kann sich am Gurtretter festhalten und vom Rettungsschwimmer an Land gezogen werden.
Sollte der Verunfallte bewusstlos oder nicht mehr genug Kraft haben um sich am Gurtretter festzuhalten, kann der Rettungsschwimmer den Gurtretter mit einem Karabiner um die Brust des Verunfallten befestigen und ihn so fixiert und sicher an Land schleppen.
Darüber hinaus wurden Gefahren die vom Wasser ausgehen detailliert besprochen. Die oft zitierten Baderegeln, sollten natürlich auch dem Aufsichtspersonal, aber auch Kindern und Eltern bekannt sein. Im Anlassfall sollen Bademeister die Einhaltung dieser auch von den Badegästen einfordern.

Die Wasserrettung empfiehlt Eltern ausdrücklich, ihre Kinder immer im Auge zu behalten! Kleinkinder sollten sogar in unmittelbarer Reichweite bleiben.

Laut Unfalldatenbank des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) gibt es jährlich über 4.000 Verletzte nach Badeunfällen (http://www.kfv.at/presse). Mehr als 25% davon sind Kinder! Rechtzeitig einen Schwimmkurs zu besuchen und damit die Sicherheit im Wasser zu stärken, ist eine gute und beruhigende Entscheidung.
Kurse und Informationen zum Rettungsschwimmen finden Sie unter www.wasser-rettung-tulln.org
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.