03.04.2016, 14:00 Uhr

Tausend Jahre alte Geschichte umgibt die Gemeinde Globasnitz

Die Gemeinde Globasnitz steht auf geschichtträchtigem Boden und bietet seinen Besuchern eine Vielfalt an kulturellen Angeboten.

GLOBASNITZ. Die Gemeinde Globasnitz hat seinen Bewohnern, aber auch seinen Gästen sehr viel zu bieten. Neben den zahlreichen kulturellen Angeboten, die hier zu finden sind, steht die Gemeinde des Weiteren auch auf geschichtträchtigem Boden.
Vor mehr als 2000 Jahren, lag in der Gemeinde Globasnitz die römische Straßenstation Juenna. Zahlreiche Funde archäologischer Ausgrabungen beweisen, dass vor langer Zeit Kelten, Römer und auch Slawen, die kleine Gemeinde besucht haben. "Südkärnten ist insgesamt eine einzigartige Region. Auch Globasnitz hat viel an Kultur- und Naturerbe zu bieten", so der Bürgermeister der Gemeinde Bernard Sadovnik.

Ausgrabungen am Hemmaberg

Auch der Hemmaberg, der von Globasnitz aus zu erreichen ist, gehört zur Geschichte der Gemeinde: "Die Geschichte des Hemmaberges ist einzigartig und wurde über Jahrtausende hinweg geschrieben", verrät Sadovnik.
Ausgrabungen offenbarten, dass die erste Gemeindekirche auf dem Berg bereits um das Jahr 510. n. Chr. erbaut worden ist. Diese Kirche diente der katholisch- römischen Bevölkerung als Raum für die Messfeier. Der 140 Quadratmeter große Kirchenboden war mit fünffarbigen Mosaiken mit Ornamenten und Vogeldarstellungen bedeckt. Des Weiteren befand sich auf dem Berg auch ein Pilgerhaus, wo für das leibliche Wohl der, von weit angereisten, Pilger gesorgt wurde.

Die Rosaliengrotte

Etwas unterhalb der Ausgrabungsstätte am Hemmaberg, befindet sich die Rosaliengrotte. Der Grotte entspringt eine Wasserquelle, die der spätantiken Siedlung am Hemmaberg zur Wasserversorgung diente. Viele Sagen spinnen sich um die Grotte und die Quelle, die aus ihr entspringt. Derzeit ist die Rosaliengrotte jedoch gesperrt: "Die Grotte ist derzeit gesperrt, da das Betreten einfach zu gefährlich ist", so Bürgermeister Bernard Sadovnik. Durch die Großbaustellen, die in den nächsten Jahren in der Gemeinde anstehen, sei jedoch nicht genug Geld für die Sanierung der Grotte vorhanden. "Wir versuchen die Sanierung durch Privatprojekte zu finanzieren. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich dazu entschließen, für die Sanierung der Rosaliengrotte zu spenden."


Schloss Elberstein

"Ein wichtiges Aushängeschild für die Gemeinde Globasnitz, ist das Schloss Elberstein", schwärmt Sadovnik. Das Schloss, das in jahrelanger Handarbeit vom Globasnitzer Künstler Johann Elbe errichtet wurde, gilt heute als heimliches Wahrzeichen der Gemeinde. Das Schloss kann ganzjährig nach Voranmeldung besichtigt werden. Auf die Besucher warten kunstvolle Kuppeln, geschnitzte Portale, Täfelungen und handgeschnitzte Decken und Möbel, die allesamt in der Werkstatt des Globasnitzers entstanden sind.
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