01.07.2016, 20:52 Uhr

Regionalität als Chance im Obstbau

V.l.n.r.: Der designierte Kammerdirektor Ferdinand Grüner, LK-Vizepräsidentin Helga Brunschmid, Bezirksobmann Thomas Schweigl, Bezirksbäuerin Karoline Schapfl, Anton Raitmair, Thomas Raitmair, LK-Präsident Josef Hechenberger

Resümee der Landwirtschaftskammer: Tiroler Landwirtschaft – vielfältig stark!

Der Fokus der "Bezirksrunde" der Landwirtschaftskammerfunktioäre liegt auf dem LK-Jahresmotto „Heimat pflegen – Zukunft ernten“, das einen bewussten Schwerpunkt auf die Chance und die Bedeutung von Regionalität in der Landwirtschaft legt. Über 86 Betriebe bewirtschaften in ganz Tirol rund 200 Hektar Obstfläche im Haupt- oder Nebenerwerb. Neben wichtigen Arten wie Zwetschken, Birnen, Marillen, Kirschen und verschiedenstem Beerenobst stellt der Apfel den Großteil der Produktion dar.

Die Kraft des Apfels

Auch die Familie Raitmair vom Oberlotterhof in Kematen hat sich auf die Vermarktung von Äpfeln spezialisiert und bietet die Ernte zum einen ab Hof, zum anderen über die Erzeugerorganisation Oberinntalobst (Obstlager Haiming) zum Verkauf an. Der Familienbetrieb hat sich 2008 komplett auf die Obstproduktion spezialisiert. Angebaut werden auf fünf Hektar hauptsächlich Äpfel, wobei auch Birnen, Zwetschken und Marillen vermarktet werden. Neben dem frischen Obst können auch weiterverarbeitete Produkte wie hausgemachter Apfelsaft, Apfelessig oder verschiedene Edelbrände im eigenen Hofladen in Kematen gekauft werden. Dieser ist an drei Tagen in der Woche geöffnet.

Wichtiger Bestandteil

„Die Tiroler Obstbauern sind ein wichtiger Bestandteil unserer vielfältigen Landwirtschaft. Besonders die Produktion für den Lebensmittelhandel und die Spezialisierung auf Direktvermarktung wurden in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und intensiviert. Dabei mussten auch einige durch Wetterkapriolen verursachte Rückschläge und Ernteausfälle verkraftet werden“, erklärt LK-Präsident Josef Hechenberger. Davon kann auch Anton Raitmair ein Lied singen. Erst im Vorjahr wurde die Anlage am Ortsrand von Kematen komplett vernichtet, als die für den Hagelschutz ausgelegten Netze einer überraschend aufgetretenen schweren Schneelast nicht stand halten konnten.
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